Die Wallfahrtsstadt Kevelaer hat am Mittwoch, 9. Juli 2025, den zweiwöchigen Probebetrieb für das neue digitale Parkleitsystem begonnen. Ziel ist es, den Parksuchverkehr zu reduzieren und die Parkplatzsituation in der Innenstadt übersichtlicher zu gestalten.
60 Standorte
An rund 60 Stellen im Stadtgebiet wurden bereits moderne digitale Anzeigetafeln installiert. Diese zeigen nicht nur den Namen und die Lage des jeweiligen Parkplatzes, sondern – im Innenstadtbereich – auch dynamisch die aktuelle Anzahl freier Stellplätze an.
Insgesamt sollen über das System rund 1.000 Stellplätze auf zwölf Parkplätzen erfasst werden. Aktuell sind einige Wegweiser noch in der Vorbereitung:
- Egmontstraße / Blumenstraße: Stromanschluss wird im Zuge der Kanalbaumaßnahme Blumenstraße installiert.
- Marktstraße: Aufstellung erfolgt im Rahmen der Baumaßnahme Peter-Plümpe-Platz.
- Parkplatz JVZ: Kameras und Parkautomat fehlen derzeit noch.
Smarte Sensorik
Das neue System nutzt zwei verschiedene Sensortypen:
- Kamerasensoren mit einem gespeicherten Parkplatzraster erkennen, ob eine Parkbucht belegt oder frei ist.
- Bodensensoren kommen dort zum Einsatz, wo Kameras durch äußere Einflüsse (z. B. Schatten) nicht zuverlässig arbeiten.
Beide Systeme liefern in Echtzeit anonyme Belegungsdaten an das Parkleitsystem. Personenbezogene Daten werden dabei nicht erfasst.
Weniger Suchverkehr
Mit der Einführung des digitalen Parkleitsystems macht Kevelaer einen wichtigen Schritt in Richtung moderner und effizienter Verkehrslenkung. Der innerstädtische Suchverkehr wird reduziert, die Orientierung verbessert – zum Vorteil von Bürgerinnen, Bürgern und Besuchenden.
Bürgermeister Dr. Dominik Pichler betont: „Unser Ziel ist es, die Mobilität in Kevelaer zeitgemäß und bürgerfreundlich zu gestalten. Weniger Suchverkehr bedeutet weniger Emissionen, mehr Komfort und letztlich eine höhere Aufenthaltsqualität in unserer Innenstadt.“
Systemstart für Ende Juli geplant
Nach dem Abschluss der zweiwöchigen Testphase werden mögliche Fehler behoben und Anpassungen vorgenommen. Die Inbetriebnahme der derzeit getesteten Anzeigetafeln ist für den 30. Juli 2025 geplant.
Die Einrichtung des Parkleitsystems wird durch das Land Nordrhein-Westfalen über die Förderrichtlinie für den kommunalen Straßenbau finanziell unterstützt.



