Päpstlicher Segen in schwierigen Zeiten

Französischer Bischof Marc Stenger sprach in Kevelaer den Menschen Mut zu

Gemeinsam feierten Domkapitular Gregor Kauling (links) und der französische Bischof Marc Stenger das Pontifikalamt in der Basilika. Foto: Bischöfliche Pressestelle.

Auch in schwierigen Zeiten macht es das Wallfahrtsteam in und für Kevelaer möglich, dass die Menschen ihren Glauben feiern können, rund um das Hochfest Mariä Himmelfahrt sogar mit dem päpstlichen Segen. Den spendete der Bischof des französischen Bistums Troyes, Marc Stenger, den Gläubigen.

Der sympathische Geistliche ist außerdem langjähriger Vorsitzender der katholischen Friedensbewegung Pax Christi Frankreich. Mittlerweile ist Bischof Stenger gemeinsam mit Schwester Teresia Wamuyu Wachira aus Kenia internationaler Präsident von Pax Christi International.

Das ist sicherlich auch ein Grund, warum die Verbundenheit zu Kevelaer besonders groß ist, was nicht zuletzt auch Domkapitular Gregor Kauling, Rektor der Wallfahrt, freut. Mit ihm gemeinsam feierte Bischof Stenger das Pontifikalamt in der Basilika. Die war – unter den Bedingungen der strengen Corona-Hygiene- und Abstandsregeln – vollbesetzt. Der Pandemie war es auch geschuldet, dass der Päpstliche Segen erstmals in der Basilika gespendet wurde.

In seiner Predigt sagte der exzellent Deutsch sprechende Bischof, dass „diese Zeit für die Wallfahrt nicht sein kann, wie sonst. Menschen befinden sich in schwierigen Situationen, haben Ängste. Deswegen müssen wir umso mehr unser Vertrauen auf die Gottesmutter legen. Sie sagt, wo du bist bin ich, um dich aus der Sackgasse heraus zu bekommen.“ In Maria sei alles ausgedrückt, was Gott in den Menschen sehen würde. „Was uns Maria sagt, ist, dass Gott den Dialog, den er mit den Menschen begonnen hat, nicht mehr abbricht.“

So war das feierliche sonntägliche Pontifikalamt mit Bischof Stenger einer der Höhepunkte eines vollen Wochenendes zum Hochfest Mariä Himmelfahrt für die Gläubigen in Kevelaer. An dessen Anfang stand die Einladung der Gemeinde St. Marien zu einer geistlichen Abendmusik um 20 Uhr in der Basilika. Sie wurde gestaltet von Sopranistin Katharina Borsch, Basilikaorganist Elmar Lehnen und Pastoralreferent Dr. Bastian Rütten.

Am nächsten Tag gab es das Abendgebet in der Basilika. Gebete, biblische und lyrische Texte und Musik bildeten den Mittelpunkt der Lichtfeier, an deren Anschluss eine Corona-konforme Version einer Lichterprozession stand.

Mit dem Hochfest traten in der Pfarr- und Wallfahrtsgemeinde auch folgende Änderungen ein: Die Pilgerandacht wird wieder täglich um 15 Uhr in der Basilika gefeiert. Der öffentliche Kerzensegen auf dem Kapellenplatz findet samstags und sonntags um 14.30 Uhr statt. Auch das Pilgeramt, täglich um 10 Uhr in der Basilika und die Familienmesse an jedem Sonntag um 10.30 Uhr werden wieder gefeiert, letztere bis auf Weiteres im Forum Pax Christi.