Die Familie Ingenbleek ist im Achterhoek nicht nur fest verwurzelt, sondern auch seit vielen Jahrzehnten über dessen Dorfgrenzen hinaus ein Begriff. So betrieben Matthias und Sophia Ingenbleek schon kurz nach Kriegsende einen Stand auf dem Wochenmarkt in Kevelaer und boten dort allerlei rund um Huhn, Ente und Gans feil. Als vor gut 70 Jahren der Pachtvertrag ihres Hofes wegen Eigenbedarfs gekündigt und ihnen so quasi das Fundament für den eigenen Broterwerb unter den Füßen weggezogen wurde, war zunächst guter Rat teuer.

Zum Glück hatten die drei gerade dem Jugendalter entwachsenen Söhne Johannes, Theo und Gerd aber bereits damals, wie man so schön sagt, ‚den Schlaf aus‘. Sie bauten erst für die Eltern und dann nach und nach für jeden von sich in unmittelbarer Nähe voneinander ein Haus mit Nebengebäuden, wo sie unter dem Dach einer GmbH den Grundstock für einen jeweils eigenen Betrieb für Geflügel, Wild und Ei, Schwerpunkt Direktverkauf und Marktgeschäft, schufen.

So eben auch für Gerd den zeitgleich zudem der Wunsch nach der Gründung einer eigenen Familie umtrieb. Umschauen brauchte der junge Volljährige sich dabei nicht mehr, war doch sein Augenmerk bereits ein paar Jahre zuvor, genauer gesagt 1959, auf die damals gerade mal 12-jährige Karla Hoogen gefallen, die leicht nervös beim jährlichen Schützenfest ein Gedicht hatte aufsagen sollen und der er sich als Bruderschaftsmitglied ritterlich an die Seite gestellt hatte. Zwei Jahre später flogen dann so richtig die Funken, als Gerd bei einer Goldhochzeit mit dem Kirche…