Wechsel mit Signalwirkung für die Region
Kevelaer. Die Klinik für Allgemeine Innere Medizin und interventionelle Angiologie am Marienhospital Kevelaer steht seit Oktober 2025 unter neuer Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. Martin Steinmetz hat die Nachfolge von Dr. Kerner angetreten, der die Abteilung über mehr als drei Jahrzehnte geprägt hatte. Mit dem erfahrenen Gefäßmediziner gewinnt das Katholische Karl-Leisner-Klinikum (KKLE) einen ausgewiesenen Spezialisten – und setzt zugleich ein klares Zeichen für den weiteren Ausbau der medizinischen Versorgung am Niederrhein.
Steinmetz verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Die Weiterentwicklung der Kevelaerer Klinik zu einem zertifizierten, interdisziplinären Gefäßzentrum. Damit soll die wohnortnahe Versorgung für Patientinnen und Patienten im Kreis Kleve nachhaltig gestärkt werden.
Hochspezialisierte Medizin vor Ort
„Gerade außerhalb großer Städte besteht ein hoher Bedarf an spezialisierter Gefäßmedizin“, betont Steinmetz. Die Angiologie nehme eine Schlüsselrolle ein, sei jedoch nicht überall als eigenständige Struktur etabliert. In Kevelaer sieht der neue Chefarzt dafür optimale Voraussetzungen: ein eingespieltes Team, hohe medizinische Qualität und ein starkes Netzwerk innerhalb des Klinikverbunds.
Sein beruflicher Weg führte den gebürtigen Bonner über Universitätskliniken in Bonn und Essen sowie einen Forschungsaufenthalt in Paris zuletzt nach Bochum. Dort war er als Oberarzt tätig. Als Doppel-Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Angiologie und Kardiologie bringt er umfassende Expertise mit an den Niederrhein.
Ganzheitlicher Blick auf den Patienten
Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht ein interdisziplinärer Ansatz. „Wir behandeln Menschen, keine isolierten Krankheitsbilder“, beschreibt Steinmetz seine Philosophie. Die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachrichtungen sei entscheidend für eine erfolgreiche Therapie.
Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Prävention. Gemeinsam mit Dr. Ufuk Gündug baut Steinmetz Vorsorgeangebote weiter aus. Ziel ist es, Gefäßerkrankungen frühzeitig zu erkennen und stationäre Aufenthalte möglichst zu vermeiden. Bereits jetzt bietet die Klinik tägliche Sprechstunden in der Angiologie- und Wundambulanz an.
Ausbau zum Gefäßzentrum läuft
Ein zentraler Baustein der Zukunftsstrategie ist der Ausbau des bestehenden interdisziplinären Wundzentrums zu einem zertifizierten Gefäßzentrum. Der Prozess dafür wurde bereits angestoßen. In einem solchen Zentrum arbeiten Gefäßchirurgie, Angiologie und Radiologie eng zusammen, um Diagnostik und Therapie optimal zu verzahnen.
Für die Menschen in Kevelaer und Umgebung bedeutet das: moderne Behandlungsmethoden, kurze Wege und eine umfassende Versorgung aus einer Hand.
Dialog und Vernetzung als Schlüssel
Neben medizinischer Exzellenz legt Steinmetz großen Wert auf den persönlichen Austausch mit Patientinnen und Patienten. Transparente Kommunikation und gemeinsame Therapieentscheidungen seien für ihn selbstverständlich. Gleichzeitig sucht er aktiv den Kontakt zu Haus- und Fachärzten in der Region, um die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.
„Ein echter Gewinn für den Niederrhein“
Auch die Geschäftsführung der KKLE bewertet die Personalie als wichtigen Schritt. Sprecher Sadık Taştan sieht in Steinmetz eine ideale Besetzung: „Mit seiner fachlichen Expertise und seinem Verständnis für eine Medizin auf Augenhöhe stärkt er die Versorgung in unserer Region nachhaltig.“
Die Gefäßmedizin habe im Klinikum bereits eine lange Tradition. Mit dem geplanten Gefäßzentrum werde dieser Bereich nun konsequent weiterentwickelt – zum Vorteil der Patientinnen und Patienten im gesamten Kreis Kleve.
Schnelle Fakten
Katholisches Karl-Leisner-Klinikum (KKLE)
– Größter Arbeitgeber der Region mit rund 3.500 Mitarbeitenden
– Drei Klinikstandorte, darunter das Marienhospital Kevelaer
– Ergänzt durch über 20 Pflegeeinrichtungen, MVZ und Bildungsangebote
– Weitere Einrichtungen: Brustzentrum Linker Niederrhein, Kurhaus in Goch, Logistikzentrum
– Ziel: wohnortnahe, moderne und ganzheitliche Gesundheitsversorgung zwischen Rhein und Maas
Mit dem Ausbau der Gefäßmedizin in Kevelaer setzt das KKLE seinen Kurs fort, medizinische Spitzenversorgung direkt vor Ort anzubieten – ein entscheidender Standortfaktor für die Region.


BBK Niederrhein/Wallfahrtsstadt Kevelaer
Franziska Pickers / f.media