Nächstes Ziel: Weltherrschaft

„Ich weiß, dass wir an einem guten Tag mithalten können in der Liga“, blickt der Head Coach der Kevelaer Kings, René Artz, auf die kommende Saison der Football-Mannschaft. Die Kings sind nach der vergangenen Saison von der Landes- in die Verbandsliga aufgestiegen. Dort wolle man sich nun etablieren, erklärt Artz.

Nachdem die Mannschaft die letzten Testspiele klar für sich entscheiden konnte und im Trainingscamp noch an der ein oder anderen Stelle gefeilt wurde, stehen die Chancen vielleicht gar nicht so schlecht.

Im Trainingslager sei viel im Sinne des Teambuildings gemacht worden, erzählt der Trainer. Generell rücke der Football momentan bei den Jungs immer mehr in den Fokus: „Es wird sehr viel mehr über Football geredet. Das ist auch die Entwicklung zu letztem Jahr, dass Football in den Mittelpunkt rückt. Ich glaube, es könnte schlimmer sein.“

Die Kings bestreiten in der Verbandsliga ab dieser Saison erstmalig zehn Spiele. Der Coach weiß, dass starke Mannschaften auf sie zukommen. Mit den Schiefbahn Riders treffe man gleich im ersten Spiel am 27. April 2019 auf eine gute Mannschaft. Artz ist zuversichtlich: „Ich glaube, der Druck auf Schiefbahner Seite ist größer.“ Die Mannschaft spiele schon länger in der Liga und die Kings sind schließlich gerade erst aufgestiegen.

Klassenerhalt

Auch sonst zeigt der Trainer sein Vertrauen, das er in die Mannschaft hat: „Ich glaube, dass die alles schaffen können, egal, gegen wen die spielen.“ Das Ziel der Saison sei der Klassenerhalt, auch wenn das nach Artz „abgedroschen“ klinge. Vier Siege in zehn Spielen wären wünschenswert, so der Coach. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Kings Seniors von insgesamt acht Trainern unterstützt. Die Trainingseinheiten unmittelbar vor den Spielen seien kontaktlos, erklärt Artz. Hier tragen die Spieler nur ihren Helm und im Training wird sich auf den Gegner konzentriert. Dies werde so gehandhabt, um die Spieler zu schützen.

Trotz des Aufstiegs sei der Leistungsdruck für die Mannschaft nicht unbedingt größer als zuvor, so Artz. „Letztes Jahr sah es ganz anders aus, da wollten wir hoch.“ Veränderungen, die in der Mannschaft durchgeführt wurden, haben sich in den Testspielen bereits bewährt. So bekommt zum Beispiel der Quarterback im Spiel mehr Entscheidungsgewalt und das Spiel wird variabler gestaltet. „Ob es gegen höherklassige Mannschaften klappt, wird sich zeigen. Da bin ich auch gespannt drauf“, blickt Artz auf die kommenden Spiele.

Ohne Druck

Im Gespräch mit dem Head Coach wird deutlich, dass er die Mannschaft mit viel Leidenschaft anführt. Doch einen zu großen Druck setzt er nicht dahinter. Vielleicht auch, weil er so großes Vertrauen in seine Jungs hat: „Selbst wenn wir absteigen sollten, wovon ich echt nicht ausgehe, ist das kein Beinbruch.“ Ein großer Bedarf an Veränderungen scheint nach den letzten beiden Testspielen nicht vorhanden zu sein. „Das Gerüst ist da und ist, denke ich, auch solide aufgebaut. Und wir versuchen, das Größtmögliche rauszuholen jetzt.“

Head Coach René Artz ist zuversichtlich. Foto: Andreas Wegermann

Artz erklärt, mit welcher Strategie er seine Mannschaft trainiert. Er sei kein Typ, der mit einem militärischen Drill an die Sache herangehe. Im Gegenteil: „Fehler passieren“, weiß der Trainer. Die seien jedoch immer schnell abgehakt. Auch wenn er seinen Spielern immer versuche zu erklären, dass sie während des Spiels andere Dinge außen vor lassen, ist ihm die Beziehung zu den Jungs sehr wichtig: „Ich lege großen Wert darauf, den Background der Spieler zu kennen.“

Heimspiele sind anders

Das erste Spiel der Saison gegen die Schiefbahn Riders findet auf heimischem Boden im Hüls­park-Stadion in Kevelaer statt. Auch wenn das keine Garantie für einen Sieg ist, es ist ein anderes Gefühl, weiß Artz. Vor allem die Unterstützung durch Familie und Freunde sei bei den Heimspielen sehr groß. Eine weitere Unterstützung bekommen die Kevelaer Kings in dieser Saison von den Kevelaer Queens, der Cheerleadermannschaft aus Kevelaer, die bei den Heimspielen für zusätzliche Motivation und Show sorgen wird.

Generell wolle man, so Artz, die Heimspiele in der Saison noch mehr als Event aufziehen und „versuchen, auch Show zu machen.“ Auch für Football-Neulinge ist im Hülspark-Stadion gesorgt. Ein Stadionsprecher erklärt mit einfachen Worten, was im Spiel gerade passiert. „Ich kann natürlich nur sagen, kommt euch das angucken. Keine Scheu vor Football an sich. Es wird ja alles erklärt,“ hofft der Trainer auf ein großes Publikum im Stadion.

Mit Blick auf das während des Gesprächs stattfindende Training in Kervenheim lächelt Artz. Er sei stolz und dankbar, dass das Trainerteam die Mannschaft so gut begleitet. Auf die zustimmende Aussage des Kevelaerer Blatts, dass er ja auch mal krank sei, lacht er: „Nein.“ „Ein Head Coach wird nicht krank?“ „Nein. Und wenn ich nicht da bin, bin ich trotzdem da“, macht er lächelnd deutlich, wie wichtig ihm seine Mannschaft ist und dass er sich durchaus als „Kopf“ der Mannschaft sieht.

Die Ziele für die kommende Saison sind also klar: Der Klassenerhalt und mindestens vier Siege sind wünschenswert. „Nächstes Ziel: Weltherrschaft“, fügt Artz lachend hinzu. Wer die Kings bis dahin anfeuern möchte, kann sie beim ersten Spiel der Saison am 27. April 2019 im Hülspark-Stadion in Kevelaer unterstützen. Anstoß ist um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei. Alle weiteren Spieltermine, auch die der Kings Ladies und Kings Youth, finden Sie unter: https://www.kevelaerkings.de/kings-allgemein/spieltermine-2019-der-kevelaer-kings/