Nächste Verzögerung bei OW1

Mit einer Kleinen Anfrage forderte Margret Voßeler, CDU-Landtagsabgeordnete aus dem südlichen Teil des Kreises Kleve, verlässliche
Aussagen über das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung Kevelaer (OW1). In ihrer Antwort schrieb die rot-grüne Landesregierung
nun, dass der Planfeststellungsbeschluss voraussichtlich erst im Jahr 2017 erfolgen soll.
Seit vielen Jahren kämpfen die Bürger in Kevelaer für die Ortsumgehung (L 486n). Zuletzt war es durch die Prüfung eines Bibervorkommens zu einer Verzögerung im Planfeststellungsverfahren gekommen. Die Wiederbesiedlung der Issumer Fleuth durch den geschützten Biber hatte dazu geführt, dass das Planfeststellungsverfahren nicht mehr im Jahr 2015 abgeschlossen werden konnte. Trotz der Dringlichkeit des Ausbaus der OW1 kommt es nun zu einem weiteren Aufschub bis 2017, obwohl die Landesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage einräumte, dass der Bau der L486n „ohne Umsiedlung der Biber und ohne Veränderung der Straßenführung“ zulässig sein dürfte. Welche Schlussfolgerungen sie daraus zieht, sagte sie jedoch nicht.
„Die OW1 ist ein wichtiges Projekt, das einer dringenden Umsetzung bedarf, um die vom Verkehrslärm betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner der Rheinstraße in Kevelaer und entlang der Ortsdurchfahrt in Winnekendonk zu entlasten. Der Bau ist seit Jahren überfällig, aber wieder einmal wird das dringende Verkehrsprojekt auf die lange Bank geschoben und verlässliche Aussagen bleiben aus“, erklärte Margret Voßeler. Die Landesregierung müsse endlich handeln, daher werde sie, Voßeler, sich weiterhin dafür einsetzen, dass es zu einer Umsetzung der Planung komme.