Motorradfahrer-Wallfahrt in diesem Jahr als „Light“-Version

Covid-19 und ein Mangel an Unterstützern machen einige Änderungen erforderlich. Es werden dringend Helfer gesucht.

In diesem Jahr werden sich die Teilnehmer der MoWa nicht dicht auf dem Kapellenplatz versammeln können. Foto: KB-Archiv

Dass es in diesem Jahr keine reguläre Motorradfahrer-Wallfahrt (MoWa) in Kevelaer geben würde, war schon seit Monaten beschlossene Sache. Nachdem der Verein Motorradfahrerwallfahrt-Kevelaer e.V. die MoWa nun seit 34 Jahren ausrichtet, mussten Veränderungen im Laufe der Zeit zur Kenntnis genommen werden; vor allem zählt dazu die deutlich nachlassende Frequentierung des Zeltplatzes an der Walbecker Straße. Hinzu kam außerdem, dass die ehrenamtliche Personaldecke für die Ausrichtung der MoWa in der gewohnten Form immer dünner wurde und auch weiterhin wird. Aufrufe, sowohl vereinsintern als auch extern, brachten bisher keine Entlastung.

Deshalb hatte der Vereinsvorstand zur Kenntnis nehmen müssen, dass die MoWa 2020 nicht unter der Leitung und Organisation des Vereins zu stemmen ist. Diese sich abzeichnende Situation wurde offen und mit beiderseitig offenen Ohren mit der Wallfahrtsleitung St. Marien besprochen und beraten. Nach einem weiteren Gespräch von Vereinsvorstand und Wallfahrtsleitung wurde beschlossen, in diesem Jahr eine „MoWa–light“ durchzuführen – eine reduzierte Form der gewohnten Abläufe. Die Durchführung liegt dabei in der Verantwortung der Wallfahrtsleitung St. Marien.

Änderungen auch unabhängig von Covid-19

Alle diese Entscheidungen wurden bereits in Vor-Corona-Zeiten getroffen. Nun kommen die Beschränkungen, die in Zeiten der Pandemie immer noch bestehen, hinzu, sodass die Wallfahrtsleitung nochmals über das Format nachdenken und sich mit den zuständigen Behörden abstimmen musste.

Die „Lichterfahrt“ am Samstagabend, 4. Juli, wird als reine selbstverantwortliche (nach StVO) Anfahrt nach Kevelaer erfolgen. Alle Biker werden gebeten, ihre Maschine auf dem eigens abgesperrten Parkplatz am Ende der Basilikastraße abzustellen. In der Basilika beginnt dann um 20 Uhr ein Abendgottesdienst mit dem Totengedenken für die verstorbenen Motorradfahrer/-innen. In der Basilika stehen 150 Sitzplätze zur Verfügung, jeder Besucher muss ein Registrierungsformular ausfüllen. Das entsprechende Formular steht auf der Internetseite https://www.wallfahrt-kevelaer.de zum Download bereit.

Nach dem Gottesdienst sind die Biker eingeladen, einzeln und mit Abstand vom Parkplatz über den Johannes-Stalenus-Platz auf den Kapellenplatz zu fahren, wo Fahrer und Maschinen von den anwesenden Seelsorgern gesegnet werden. Die Abfahrt vom Platz erfolgt dann im Anschluss einzeln über die Maasstraße. Auf ein geselliges Beisammensein am Kapellenplatz muss in diesem Jahr verzichtet werden.

Unterstützer können sich melden

Die Verantwortlichen weisen darauf hin, dass es eine MoWa 2021 nur dann geben wird, wenn sich bis dahin genügend Unterstützer finden, die gestalten und Verantwortung übernehmen wollen. Hilfestellung und Mitgestaltung durch die „alten Akteure“ des ehemaligen Vereinsvorstands wären gewährleistet.

Wer mitmachen möchte, meldet sich gerne bei der Wallfahrtsleitung unter info@wallfahrt-kevelaer.de oder beim Motorradfahrerwallfahrt-Kevelaer e.V. unter info@motorrad-wallfahrt.de.