Mein Freund, der Baum, ist tot

Leserbeitrag von Theo de Jong (Text und Foto)

Mein Freund, der Baum, ist tot, er fiel im frühen Morgenrot. Hier könnte man sagen: in einer Nacht-und-Nebel-Aktion.

Mit großem Entsetzen habe ich die Reste des einst so großen und mächtigen Baumes liegen sehen.

In Jahrzehnten war dieser große Baum ein verlässlicher Frühlings-Bote.

In all den Jahren habe ich mich mehrmals täglich an der Urbanität und der Kraft dieses Baumes erfreuen dürften. Wenn hier kein unumgänglicher Grund zur Fällung des Baumes vorliegt, ist dieser Vorgang unerträglich. Sollte der Baum aus wirtschaftlichen Gründen gefällt worden sein, ist das für mich ein unverzeihliches Vorgehen.

Ich bin überzeugt, dass der Baum auch den letzten trockenen Sommer überstanden hat, und im Frühjahr wieder sein prächtiges Blätterkleid gezeigt hätte.
Dieser Baum wird mir bei meinen täglichen Fahrten durch die Stadt fehlen.