„Man sieht aktuell einen leichten Sinkflug“

„Ich bin zunächst mal sehr froh, dass die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen Frau Merkel etwas eingebremst haben“, machte der Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler zu Beginn dieser Woche deutlich. Es gebe zwar noch keinen Grund zur Entwarnung,  aber man erkenne im Stadt- und Kreisgebiet „einen leichten Sinkflug“ und begrüße die Entscheidung, mit möglichen weiteren Maßnahmen vorerst zu warten.

Die 7-Tage-Inzidenz in Kevelaer war am Montag, 16. November, auf 89,6 gesunken. Da am Dienstag dann gleich 12 Neuinfektionen gemeldet wurden, stieg der Wert auf ca. 100 an, erklärte Ordnungsamtschef Ludger Holla, der sich aufgrund eines Kontaktes mit einer positiv getesteten Person aktuell in Quarantäne befindet. Im Kreis Kleve liegt die 7-Tage-Inzidenz nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW am heutigen Mittwoch, 18. November 2020, bei 105,9.

„Wir sind von 150 weit weg, das ist gut. Aber wir sind auch weit von 50 weg und das ist schlecht“, fasst Pichler den aktuellen Stand zusammen. „Es geht leider nicht deutlich genug runter – das bräuchten wir aber.“ Es gelte weiterhin, möglichst alle nicht erforderlichen Kontakte zu vermeiden, machen er und Holla deutlich.

In Kevelaer sei bisher eine große Akzeptanz der Maßnahmen zu erkennen, die Kontrollen sind weitestgehend unauffällig. Die Blicke seien nun auf die Beratungen von Bund und Ländern in der kommenden Woche gerichtet.