Malteserwallfahrt mit mehr als 1.000 Pilgern aus dem Erzbistum Köln

Kardinal Woelki predigt über Mutterliebe

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki war mit den Maltesern aus dem Erzbistum Köln nach Kevelaer gekommen. Fotos: Bischöfliche Pressestelle

Leuchtend rote Warnwesten beherrschten einen Vormittag lang den Kapellenplatz. Zum 35. Mal hatte der Malteser Hilfsdienst in der Erzdiözese Köln insbesondere kranke, alte und behinderte Menschen eingeladen, zum Gnadenbild am Niederrhein zu pilgern.

Mehr als 1.000 Pilgerinnen und Pilger waren der Einladung gefolgt und wurden vor Ort von zahlreichen Helfern betreut. Dabei zählten auch kleine Gesten, etwa, dass junge Freiwillige in der Marienbasilika den Gottesdienstteilnehmern immer wieder Wasser anboten.

Begleitet wurden die Malteser vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, den Wallfahrtsrektor Gregor Kauling in der Basilika begrüßte. Der Kardinal sprach in seiner Predigt insbesondere über die Bedeutung der Mutterrolle für Maria: „Wir gehen zu Maria, weil sie unsere Mutter ist.“

Auf dem Gnadenbild trage sie Jesus, „sie hält ihn uns gewissermaßen entgegen.“ Das zeige, dass man auch bei Jesus sei, wenn man bei Maria ist. „Und bei Jesus zu sein“, betonte der Kardinal, „ist das Beste für uns.“ Das könne man an der Gottesmutter selbst sehen. Sie haben Jesus bis zum Beginn seines öffentlichen Lebens gelehrt, erzogen und umsorgt, selbst unter dem Kreuz habe sie es bei ihm ausgehalten.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki predigte in der Basilika über die Mutterliebe.

„Ihre Liebe war stärker als der Tod“, erklärte Woelki, „daher hat der Herr sie nach dem Ablauf ihres irdischen Lebens zu sich geholt. Es war gut für Maria, stets bei Jesus zu sein.“ Weil alle Menschen auch Kinder der Gottesmutter seien, wolle sie ihnen helfen, auch bei Jesus zu sein. Besonders richte sie ihre Mutterliebe an die „Kranken, Alten und Gebrechlichen“, sagte der Kardinal, „sie alle sind angenommen und geliebt. Nicht nur von Maria, sondern von Gott selbst.“

Die meisten Pilger, fuhr Kardinal Woelki fort, „gehören nicht zu den Großen der Welt. Sie sind schwach und klein. Aber vor Gott sind alle groß. Auch das sehen wir an Maria.“ Was den Menschen wahrhaft groß mache, sei nicht das, was er selbst aus sich macht, sondern das, was Gott aus ihm macht.

Woelki: „An Maria sehen wir, was Gott aus jedem Einzelnen von uns machen will. Er will einen jeden von uns in seine göttliche Freunde aufnehmen und alle Tränen von unseren Augen abwischen. Was früher war, ist dann vergessen, Gott macht alles neu.“