„LEADER“-Regionalmanagerinnen in Geldern gestartet

Die neuen Regionalmanagerinnen des Vereins „Leistende Landschaft“, kurz Lei.La, Simone Schönell und Ute Neu haben ihre Arbeit im Gelderner Gründerzentrum aufgenommen. Nach der Anerkennung der Region als „LEADER“-Region im Mai 2015 sind die Städte Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen damit in die neue Förderperiode bis 2020 gestartet. In den nächsten Wochen steht der Aufbau des Regionalmanagements im Vordergrund. Parallel sollen die fünf Arbeitsgruppen mit privaten und öffentlichen Akteuren wieder aktiviert werden, die in der Bewerbungsphase die regionale Entwicklungsstrategie unterstützten. Eine erste Mitmach-Veranstaltung wird im November stattfinden.

„Wir wünschen uns, dass die Abkürzungen LEADER und Lei.La den Menschen in unserer Region bald leicht über die Lippen kommen und im Zusammenhang mit der Förderung des ländlichen Lebens- und Wirtschaftsraums positiv wahrgenommen werden“, so Geschäftsführerin Schönell. „Uns ist es wichtig, Menschen zu verbinden und den Austausch zu fördern – auch mit der Jugend“, betont Neu.

Der Vorsitzende des Vereins, Bürgermeister Hans-Josef Linßen freut sich, dass die Region mit dem Regionalmanagement eine zentrale Anlaufstelle hat. „Die Stärke des regionalen Handlungsansatzes von LEADER liegt in der Aktivierung der vielfältigen Ressourcen und Lösungskompetenzen der Menschen und Gruppen vor Ort. Wir wollen das Wir-Gefühl voranbringen.“ Vorstandsmitglied Wilfried Bosch sieht LEADER als „riesen Chance“. Die Zusammenarbeit mit Nettetal zeige schon, dass „ein Netzwerk über gefühlte Grenzen“ gespannt werde.

Auch die kommunale Ansprechpartner der Arbeitsgruppen, Thomas Linßen, Straelen und Tim van Hees-Clanzett, Geldern betonten, dass bereits bei der Projektvorbereitung „ohne kommunale Grenzen gedacht“ worden ist. Projekte sollten den gemeinsamen Zielen entsprechen und einen regionalen Mehrwert haben.

Das Regionalmanagement ist Ansprechpartner für Bürger, gesellschaftliche Gruppen und Verbände vor Ort bei der Umsetzung von Projekten, die das Ziel verfolgen, den ländlichen Lebensraum nachhaltig zu stärken und die Region wirtschaftlich, kulturell und sozial weiterzuentwickeln. Das Regionalmanagement unterstützt die Akteure vor Ort ihre Projektideen zu gestalten, umzusetzen und Fördermittel zu beantragen. Dabei ist das Regionalmanagement Bindeglied zwischen den Projektträgern, dem Verein und der für die LEADER-Förderung zuständigen Bezirksregierung.


Simone Schönell

Geboren in Kevelaer, 1 Tochter, verheiratet; wohnhaft in Kevelaer-Winnekendonk
Juristin, 2001 – 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin im NRW-Landtag für CDU-Abgeordnete des ländlichen Raums und CDU-Fraktion im Bereich der Familienpolitik. Ehrenamtliches Engagement, insbesondere im kirchlichen Bereich: 2010 bis 2014 Mitarbeit in der katholischen Erwachsenenbildung beim Bildungswerk Winnekendonk, seit 2015 Vorsitzende des Pfarreirates St. Antonius in Kevelaer.

Ute Neu

Geboren in Kleve, 3 Kinder, verheiratet; wohnhaft in Uedem-Keppeln
Diplom-Finanzwirtin, 2002 -2014 freiberufliche Tätigkeit als EDV-Organisatorin in der Versicherungsbranche; 2002 Fortbildung des Deutschen Landfrauenverbandes als IT-Landfrau, seither im Bereich Webdesign und -entwicklung für den Rheinischen Landfrauenverband und andere Vereine tätig.