Der Himmel über Kevelaer war blau, die Pilger auf dem Kapellenplatz wieder zahlreich, und ein Großteil von ihnen schien gespannt darauf zu warten, was sich gleich anbahnen sollte. Und dann war es zu hören, dies unnachahmliche Geknatter, das sich erst leise und später erdbebengleich über die Kerzenkapelle und Basilika ergoss und so typisch war für diesen Tag der deutschen Einheit in der Marienstadt: Die Oldtimer-Treckerwallfahhrt kündigte sich an.
Zum vierten Mal fand die Prozession der Kraftprotze, die in der Regel auf den Feldern und ihren angrenzenden Straßen ranklotzen, in Kevelaer statt und es war wieder ein beeindruckendes Schauspiel von 120 Treckern und Schleppern, dass sich laut schnaufend vor der Gnadenkapelle mit dem Marienbildnis, abspielte. Dem Anlass entsprechend hatten sich hunderte Menschen von Klein bis Groß entlang des Weges postiert und bildeten ein tolles Spalier für die kraftvollen Landmaschinen, in deren Mitte Pastoralreferent Dr. Bastian Rütten und sein Team die Segnung der landwirtschaftlichen Maschinen vollzog.
Gänsehaut pur war hier bei so manchem der Passanten angesagt, ganz gleich ob es ein Technikfreak oder allenfalls ein Pilger war. Die Vorbeifahrt der Lanz, Hanomags, Deutz, Ford, Deere, Eichers, die aus dem Kreis Kleve, Kreis Borken, Wesel oder aus dem Ruhrgebiet anrollten, ließ kaum einen der Zuschauer kalt, denn der Boden des Kapellenplatzes vibrierte ob der Kraft ihrer Motoren für alle gleich.
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