Was macht der Jeck im November? Viele Sorgen, dass er/sie sich in eine tiefe Depression begibt, muss sich niemand machen, die Antwort liegt auf der Hand beziehungsweise den Vertretern der guten Laune im Blut. Denn auch im tristesten aller Monate in einem Jahreslauf lassen sie dem Trübsal keine Chance, sondern sorgen dafür, dass das Lächeln auch im trüben Herbst bleibt, wie am vergangenen Sonntag eindrucksvoll in der Marienstadt zu bemerken war. Hier gab es wieder die alljährliche Wallfahrt der Narren, was bedeutete, dass die Helauarmeen aus der näheren und weiteren Umgebung des Landes zum volltönenden Aufmarsch ins Forum Pax Christi und später zum andachtsvollen Miteinander in der Marienbasilika einluden.
In diesem Jahr oblag es Elke Schumacher, die rund 30 gemeldeten Abordnungen der befreundeten Karnevalsvereine im weiten Rund des Forums zu begrüßen. Sie, die frischgebackene Chefin des gastgebenden VfR Blau-Gold Kevelaeer, hatte erst vor zwei Monaten das Amt der Präsidentin von ihrer Vorgängerin Elke Tebartz übernommen, feierte somit ihre Feuertaufe und meisterte dies mit Bravour. Mit einem Lächeln in den Augen, das die pure Freude ausstrahlte, präsentierte sie sich den närrischen Vertretern und etlichen Besuchenden, die dem fröhlichen Ansinnen beiwohnen wollten: „Gerade jetzt in diesen Zeiten ist es wichtig, den Menschen eine wenig Freude zu vermitteln und dazu sind wir heute alle hier, helau!“ Bürgermeister Dominik Pichler gab sich derweil betont souverän, denn schließlich sei er nicht erst seit zwei Monaten hier, sondern freue sich seit Jahren auf den jecken Aufmarsch in der Wallfahrtsstadt.
Pastoralreferent Sebastian Rütten seinerseits vollzog wieder die humorige Verknüpfung von Spiritualität zu irdis…



