Schon wieder so ein neumodischer Begriff, Mechel. „KI“. Können wir denn nur noch in Abkürzungen miteinander kommunizieren?

Also „KBV“, daran sind wir jetzt schon als Kevelaerer gewöhnt. Weißt du noch, wie böse Zungen bei der Gründung der Kevelaerer Bürgervereinigung gelästert haben? Damals spottete einer: „KBV“, das heißt: „Köje bald vergäte.“ (Kannst du bald vergessen.) Aber die gibt es immer noch.

Und nun also „KI“, „Künstliche Intelligenz“. Der Begriff „künstlich“ hat in unserem Sprachgebrauch eigentlich keinen guten Klang. Die Lebensmittelwerbung legt zum Beispiel einen großen Wert darauf, dass ihre Produkte frei von „künstlichen“ Aromastoffen sind.

Wer gibt schon gerne zu, dass sein Gebiss aus künstlichen Zähnen besteht? Tagsüber sehen die meist sogar viel besser aus als die natürlichen, aber abends im Wasserglas fällt dann der Schwindel auf.

Ganz zu schweigen von den armen Frauen, die sich aus Schönheitswahn per Silikonkissen ihre Brüste künstlich aufpolstern lassen, was manchmal sogar zu Gesundheitsschäden führt. Mir scheint es oft angebrachter, mit dem zufrieden zu sein, w…