Morgen wird auch am Niederrhein wieder die Sonne aufgehen, aber das ändert nichts daran, dass Kevelaer vor großen Problemen steht. Mit diesem kleinen wissenschaftlichen Exkurs beschrieb Dr. Dominik Pichler in der 27. Ratssitzung der Stadt Kevelaer am vergangenen Donnerstag die derzeitige Haushaltslage der Wallfahrtsstadt und umschrieb sie damit noch recht milde. Denn sie sei, so der Bürgermeister, katastrophal. Das wurde spätestens aus den Worten des Kämmerers deutlich, als Ralf Püplichuisen konkrete Zahlen vorlegte.
In seiner Rede zur Einbringung eines Haushaltsentwurfs für das kommende Jahr sparte Dominik Pichler nicht mit Superlativen des Desasters: Die Situation habe sich dramatisch verschärft, es herrsche ein chronisch strukturelles Defizit, alle Szenarien, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen und das Abrutschen in die Haushaltssicherung zu vermeiden, als da wären die verschärfte Beteiligung der örtlichen Vereine an den Nebenkosten, die Erhöhung der Gewerbesteuer und andere, seien ein Albtraum, die fetten Jahre seien endgültig vorbei.
Mit dem Rücken an der Wand
Mit dieser Steilvorlage im Rücken durfte der Kämmerer, der mit demselben bereits an der berüchtigten Wand steht, anschließend konkret werden und sagte zunächst nur: „20,85 Millionen Euro!“ So hoch sei die aktuelle Neuverschuldung, und davon wurden 13,85 Millionen Euro alleine im laufenden Jahr aufgenommen.
Dass mit dem Geld einiges in Kevelaer passiert, könne man allerorten sehen, die Umgestaltung des Peter-Plümpe-Platz…



