Zu versuchen, den weltweiten Online-Handel aus dem regionalen Markt komplett herauszuhalten, um somit die Kunden zurückzugewinnen, sei ein aussichtloses Unterfangen, meint Jens Nußbaum: „Das zu wollen ist für jeden lokalen Einzelhändler ruinös!“ Der Stadtplaner aus dem Ruhrgebiet rät stattdessen dazu, dass sich der Handel vor Ort auf seine Qualitäten besinnen und Wohlfühlorte und andere Alleinstellungsmerkmale in der Innenstadt schaffen solle.

Aber wie sehen denn nun die Innenstädte in Klein- und Mittelzentren wie Kevelaer von morgen aus? Was sind die Trends, was die Herausforderungen und welche Perspektiven öffnen sich den zumeist inhabergeführten Geschäften, um Kunden stärker an sich zu binden? Mit diesen Fragen luden die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve und der Einzelhandelsverband NRW in den kleinen Saal des Konzert- und Bühnenhauses Einzelhändler und Wirtschaftsförderer aus der Umgebung ein.

Denn eines ist klar: Dass die Digitalisierung auf dem Vormarsch ist und der Online-Handel eine immense Marktmacht innehat, spürt vor allem der stationäre und nichtfilialisierte Fachhandel, der enorme Kraftanstrengungen unternehmen muss, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Brigitte Jansen, die Geschäftsführerin der WiFö Kreis Kleve, brachte es auf den Punkt: „Die Probleme in den Innenstädten werden immer größer, die Stimmung im Einzelhandel ist sehr angespannt, wenn die Kunden weniger werden.“

Eingeladen hatte die Wirtschaftsförderin hierzu…