Abschied von einer bekannten Persönlichkeit
Kevelaer nimmt Abschied von Aloys „Atti“ de Witt, der im Alter von 101 Jahren im Kreis seiner Familie gestorben ist. Die Bürger-Schützengesellschaft 1881 Kevelaer verliert damit ein langjähriges und hochgeschätztes Ehrenmitglied. De Witt war über viele Jahrzehnte eng mit dem Verein verbunden und galt in der Wallfahrtsstadt als feste Größe.
Vom Krieg zurück in die Heimat
Geboren wurde de Witt 1924 in Kevelaer. Nach dem Krieg kehrte er in seine Heimatstadt zurück und entschied sich für das Uhrmacherhandwerk, dem er mit großer Sorgfalt und Leidenschaft nachging. Schon als Kind war für ihn die Zeit rund um Weihnachten in der Basilika ein prägendes Erlebnis.
Uhrmacher mit Verantwortung
Beruflich reparierte de Witt unzählige Uhren und kümmerte sich viele Jahre auch um die Uhr in der Kevelaerer Basilika. 1956 übernahm er einen Betrieb in Rheinberg, später kehrte er nach Kevelaer zurück und führte dort das traditionsreiche Fachgeschäft Zanders weiter. Besonders wichtig war ihm, dass sein Sohn Georg in seine Fußstapfen trat und das Geschäft fortführt.
Gelebte Verbundenheit
Zur Bürger-Schützengesellschaft kam de Witt 1946; damit gehörte er dem Verein 80 Jahre lang an. Auch wenn er in späteren Jahren altersbedingt weniger oft bei Veranstaltungen dabei war, blieb der Kontakt zu seinen Schützenbrüdern bestehen. Die Schützen würdigten vor allem sein freundliches Wesen, sein verlässliches Miteinander und seine Treue zum Verein.
Ein ehrender Geburtstag
Seinen 100. Geburtstag feierte de Witt im September 2024 im Kreis vieler Verwandter und Freunde. Wenige Tage vor diesem Jubiläum wurde er im Rahmen der Buschpartie von Präsident Stefan Bomann zum Ehrenmitglied ernannt. Für den Jubilar war es ein Moment, der seine enge Verbundenheit mit dem Verein und den Menschen in Kevelaer noch einmal sichtbar machte.
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Familie, Alltag und Haltung
Neben Beruf und Verein war de Witt auch privat vielseitig aktiv: Er spielte Doppelkopf, war im Kegelclub und im Sängerbund engagiert und pflegte seinen Garten mit großer Freude. Bis ins hohe Alter blieb er offen für moderne Technik und hielt Kontakt zu Familie und Freunden. Seinen Lebensrat an die jüngere Generation fasste er knapp zusammen: sich dem Leben anpassen und dabei anständig bleiben.
Abschied in der Basilika
Der Abschiedsgottesdienst findet am Montag, 27. April, um 13.30 Uhr in der Basilika statt. Anschließend wird Aloys de Witt auf dem Kevelaerer Friedhof beigesetzt. Die Bürger-Schützengesellschaft spricht seinen Kindern Claudia, Martina, Uta und Georg mit ihren Familien das Mitgefühl aus und will „Atti“ ein ehrendes Andenken bewahren.


Bildquelle:FVN / KI-Generiert