Kerpenkate: Stiftung mit neuem Vorstand

Heinz Lamers, Karl Aengenheyster, Rudi Beerden, Hermine Gilles, Felix Vos (v.l., es fehlt Bürgermeister Dominik Pichler, der ebenfalls dem Stiftungsvorstand angehört). Foto: nick

Bei der Kerpenkate-Stiftung, die seit den 1990er-Jahren in Kevelaer und den Ortschaften Projekte für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche finanziert und sich in der Begabtenförderung engagiert, haben sich Änderungen im Stiftungsvorstand ergeben.

Die Gründungsmitglieder Marianne und Heinz-Wilhelm Wolters aus der Stifterfamilie sind ausgeschieden. Neu in den Vorstand aufgenommen wurden der Wettener Felix Vos und KB-Herausgeber Rudi Beerden.

Die beiden neuen Mitglieder wollen sich „mit Herzblut und Energie“ (Felix Vos) der Stiftung widmen und vor allem im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit neue Wege einschlagen. Auch an der Tätigkeit der Stiftung ist die Corona-Pandemie nicht spurlos vorbeigegangen. Zwar ist der Soforthilfe-Fonds der Stiftung nach wie vor ein wichtiges Instrument der Förderung bedürftiger Kinder und Jugendlicher in Kevelaer, doch einige Beratungs- und Gruppenangebote konnten während der Krise aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht stattfinden. #

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, versprechen der Vorsitzende Karl Aengenheyster und Geschäftsführer Heinz Lamers, denn die Stiftungsgelder gehen nicht verloren und können nach der Pandemie wieder in vollem Umfang für Projekte eingesetzt werden. Etwa für die Unterstützung benachteiligter Kinder im Grund- und Vorschulalter beim Schwimmunterricht.

Hier möchte man im kommenden März ein Konzept präsentieren, das offizielle Stellen der Stadt wie etwa das Jugendamt, Vereine und die Kevelaerer Bäder einbindet. Bei einem anderen Projekt „stehen wir noch ganz am Anfang“, erklärt Aengenheyster: Ferienmaßnahmen für Kinder aus benachteiligten Familien sollen mit Hilfe der Stiftung jenen Kindern und Jugendlichen in Kevelaer ein Angebot machen, die sonst keine Chance haben, Urlaub zu machen.

Zuletzt hatte die Kerpenkate-Stiftung mit einem neuen Finanzierungsprojekt auf sich aufmerksam gemacht. Da auf dem Kapitalmarkt keine Erträge aus dem Stiftungsvermögen mehr erzielt werden konnten, hatte der Vorstand auf der Hüls ein Grundstück erworben und dort an der Twistedener Straße 142 ein Mehrfamilienhaus errichtet. Mit den Erträgen aus der Vermietung der 13 Wohnungen dort werden nun Projekte der Stiftung finanziert.