Jeder Dritte fährt nachts auf der Rheinstraße zu schnell

Das mobile Geschwindkeitsmessgerät sorgte im vergangenen Jahr aufgrund der Messungen an der Rheinstraße für Spott: Dort, wo es stand, war es aufgrund des Verkehrs praktisch unmöglich, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auch nur zu erreichen. Überschreitungen erschienen unwahrscheinlich. Das bestätigt jetzt auch die Messung der Stadt Kevelaer, die Bürgermeister Dr. Dominik Pichler am Donnerstag, 9. Februar 2017, im Rat vorgestellt hat: Nur 0,27 Prozent aller Fahrzeuge wurden an den drei Messtagen mit zu hoher Geschwindigkeit registriert – tagsüber.
Nachts allerdings zeigt sich ein ganz anderes Bild. Zwischen 22 und 6 Uhr, wenn auf der Rheinstraße Tempo 30 gilt, waren 41,6 Prozent aller Fahrzeuge zu schnell unterwegs, ähnlich viele bewegten sich im Toleranzbereich. Das Tempolimit klar eingehalten hat somit nicht einmal jeder fünfte Fahrer.
Ein ähnliches Ergebnis hatten auch Messungen der Kreispolizei im Sommer 2015 ergeben. Damals waren 53,9 bzw. 31,7 Prozent der Fahrzeuge während der Nacht zu schnell. Pichler resümierte: „Wir haben hier ein Überwachungsproblem.“ Das aber liege in der Zuständigkeit der Kreispolizei.