Der Sommer ist vorbei, der Herbst in vollem Gange, der Winter steht bevor. Die einen läuten langsam die Zeit der besinnlichen Tage ein, bereiten sich aufs Schenken zu Weihnachten vor, für die anderen sind die kalten Tage eine Zeit, wo ihr Verzicht, weil sie nichts haben, umso stärker spürbar wird. Wenigstens die Kevelaerer Tafel kann diesen Bedürftigen, nicht nur in dieser Zeit, ein wichtiger Anker und Unterstützer sein.
Ihre Reputation ist extrem hoch, ihr Image äußerst positiv, ihr soziales Engagement unbestritten. Die Kevelaerer Tafel und ihre Partner in benachbarten Kommunen sind gesellschaftlich anerkannt und genießen hohes Ansehen. „Es läuft ganz gut“, sagt darum Rainer Morawietz, der erste Vorsitzende der Tafel, die seit dem 1. März 2009 ein eingetragener Verein ist und darum aktuell in 2024 das 15-jährige Bestehen begeht.
„Überschüssige“ Lebensmittel
Angefangen hatte alles aber schon etwas früher: Im Sommer 2005 nahm die Tafel in Kooperation mit der Gelderner Tafel ihre Arbeit auf und rettet seitdem „überschüssige“ Lebensmittel, die sonst vernichtet würden, um sie an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen zu verteilen. Allesamt Lebensmittel, die in Supermärkten, Bäckereien, auf Veranstaltungen und im Einzel- sowie Lebensmittelgroßhandel anfallen, und die – obwohl qualitativ einwandfrei – im Wirtschaftskreislauf nicht mehr von den Händlern verwendet werden.
Ein wichtiger Faktor für die Kevelaerer Tafel sind darüber hinaus Spenden, ohne die nichts geht, denn die Tafel erhält keine öffentlichen Zuwendungen und hat, wie andere Vereine auch, hohe Fixkosten für ihre Fahrzeuge, Miete, Versicherung, Strom und Heizung zu kompensieren. Vieles kommt von Kirchen, Stiftungen und Privatpersonen, und darauf sind die Mitarbeiter der Einrichtung extrem angewiesen und dankbar. „Wir haben …



