Am 20. Dezember starb Klaus Bercker. Er wurde 89 Jahre alt.
Schon seine Kindheitsgeschichte ist bewegt. Klaus ist sechs Jahre alt, als der Krieg tobt und er und seine drei jüngeren Geschwister 1941 nach Kempten ins Allgäu ziehen. Dort wachsen die Kinder von Edmund und Hildegard Bercker bei der geliebten „Oma Otti“ Huber auf. Sie ersetzt ihnen über Jahre die schwer kranke, nicht mitgereiste Mutter. Vater Edmund ist an der Front.
Klaus erlebt in Kempten einen wichtigen Teil seiner Schulzeit, Erstkommunion und Firmung. Mit Freunden geht er „in die Pilze“ oder sammelt eimerweise Beeren. Vom Krieg bekommen sie nicht viel mit. Selten detonieren Bomben. In der Nähe befindet sich der Rüstungsbetrieb Messerschmitt.
Gegen Ende des Kriegs wird Vater Edmund bei Chartres schwer verletzt. Kurz darauf ist die ganze Familie bei „Oma Otti“ vereint. Der Vater dolmetscht für die Amerikaner. 1946 kehrt die Familie heim und zieht in Räume ihres Traditionsunternehmens Butzon & Bercker, das damals mit Druckerei, Setzerei, Buchbinderei und Verlag mitten in Kevelaer an der Venl…



