Mit mehreren Feierlichkeiten, darunter eine Eucharistiefeier und ein Empfang, begeht Bruder Gereon Henkhues, einer der drei Canisianerbrüder, die im Kevelaerer Priesterhaus leben, am kommenden Samstag sein diamantenes Ordensjubiläum. Voller Freude und Dankbarkeit blickt Bruder Gereon im KB-Gespräch auf seine über 60-jährige Zeit im Orden der Canisianerbrüder zurück.
„Ich feiere ein viel gelebtes Leben in Fülle“, sagt Bruder Gereon, „und ich kann nur dankbar sein, wie sich das Leben für mich entfaltet hat, mit seinen Brüchen, seinen Fragen, mit seinen Errettungen, aber auch mit der großen Freude, mit der Genugtuung und mit dem Dank, dass ich so viele liebe Menschen treffen konnte, dass ich im Glauben eine Tiefe erreichen durfte durch andere, die mich begleitet haben, dadurch bin ich ganz bewegt.“
Bruder Gereon wurde am 15. März 1943, also mitten im Kriegsgeschehen, in Berlin geboren. Seine Mutter starb bei der Geburt und sein Vater fiel im Krieg, so dass er als Waise aufwuchs. Er gehörte zu den 2.000 Berliner Babys, die nach dem Kriegsende in den Westen ausgeflogen wurden und so kam er nach Detmold, wo er sechs Jahre in einem Heim lebte, was schwere Folgen hatte. „Ich stand mehrmals vor dem Tod und wurde wieder lebendig, wie es auch später, unter anderem bei Krebsoperationen der Fall war“, schildert der Ordensmann. „Jesus hat gesagt: ‚Ich will, dass sie das Leben …



