Die Volleyballherren des Kevelaerer SV mussten sich am Wochenende gegen den MTV Köln in einem aufregenden und umkämpften Spiel mit 1:3 geschlagen geben. Was als spannendes Duell auf Augenhöhe angekündigt war, entwickelte sich zu einem Krimi voller Höhen und Tiefen, bei dem Kevelaer am Ende ein Quäntchen Glück fehlte.
Schon vor dem Spieltag betonte KSV-Kapitän Marcel Thyssen das Ziel, jeden Punkt mitzunehmen. „In der restlichen Hinrunde warten noch einige starke Gegner. Das Ziel ist es, bis zur Rückrunde so viele Punkte zu holen, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.“
Doch gegen die starke Kölner Mannschaft stellte sich der Punktgewinn als harte Nuss heraus. Der Start verlief alles andere als ideal für den KSV: Köln dominierte den ersten Satz souverän, während Kevelaer in allen Bereichen kämpfte.
Von der Annahme über den Block bis hin zu Angriffen, die sich nicht durchsetzen konnten. Die Gastgeber entschieden den Satz deutlich mit 25:14 für sich, und es schien, als würde es ein kurzer Abend für den KSV werden.
Doch im zweiten Satz zeigte Kevelaer wieder einmal sein „zweites Gesicht“: Die Annahmen wurden präziser, die Angriffe variabler und die Blocks stabiler, vor allem gegen den starken Kölner Diagonalangreifer Jan Danielowski.
Die Mannschaft steigerte sich sichtbar und gewann verdient mit 25:22. Die zahlreich mitgereisten Fans begannen, auf eine Wende zu hoffen. Leider konnte Kevelaer den Schwung im dritten Satz nicht vollständig mitnehmen.
Schwierigkeiten in der Annahme und eine unsichere Angriffssicherung führten zu einem frühen Rückstand von 8:16. Trotz einer kämpferischen Aufholjagd reichte es am Ende nicht, und Köln holte sich den Satz mit 25:19.
Im vierten Satz kämpfte Kevelaer, unterstützt von seinen lautstarken Fans, mit vollem Einsatz. Mit einer komfortablen 21:17-Führung sah es bereits so aus, als könnte der KSV den Tie-Break erzwingen.
Doch die Gastgeber bewiesen starke Nerven, holten Punkt um Punkt auf, und plötzlich war die Partie wieder offen. Beim Stand von 24:23 für Kevelaer wurde die Spannung auf die Spitze getrieben, als das Schiedsgericht einen vermeintlichen „Tusch“ des Kölner Blocks nicht anerkannte.
Kevelaer verlor daraufhin seine Führung und musste den Satz mit 24:26 abgeben – und damit auch das Spiel. Hervorzuheben ist die Souveränität und klare Rollenverteilung der Gastgeber, deren Außenspieler die Annahme und Abwehr meisterten, während der Großteil der Angriffe über die Diagonalposition lief.
Die Enttäuschung bei den KSV-Spielern, ohne Punkte die Heimfahrt antreten zu müssen, war groß. Trainerin Heike Thyssen zog dennoch kein negatives Fazit: „Unsere Leistung war kämpferisch, und zumindest ein Punkt wäre verdient gewesen. Am Ende hat dazu nur ein Quäntchen Glück gefehlt.“
Am Samstag, 9. November 2024, steht das nächste Heimspiel auf dem Plan, wenn Spitzenreiter Humann Essen in der Kevelaerer Dreifachhalle (Hüls 9, 47623 Kevelaer) antritt. Anpfiff ist um 17.30 Uhr, und die Fans werden ihre Mannschaft sicher wieder lautstark unterstützen.
Für den KSV spielten: Alessandro Nobbers, Luca Tönnißen, Jonas Peters, Marcel Thyssen, Robin Verhoeven, Marc Ophey, Christian Neuendorf, Raphael Giesen, Dominik Booms, Mirko Novak und Lennart Moormann.
Der weibliche Nachwuchs der U18 hatte am Sonntag ein Einzelspiel zu bestreiten. Die Mannschaft um Kapitänin Gesa Relouw hatte dabei den FC Rot-Weiss Moers II als Gegner.
Nach einem kurzen Abtasten kamen die Mädchen gut ins Spiel und konnten durch gute Aufschläge Moers unter Druck setzen. Nach klarer Führung zur Mitte des ersten Satzes nutzte Trainer Peter Herbe dies auch dazu, den kompletten Kader zum Einsatz zu bringen. Ungefährdet wurde Satz eins mit 25:17 gewonnen.
Auch im zweiten Satz hielt die Dominanz an. Neben den konstant guten Aufschlägen kamen nun auch einige gute Angriffe und Blockaktionen hinzu. Leider machten sich die Kevelaererinnen durch ein paar Eigenfehler das Leben schwer. Moers konnte nochmals auf zwei Punkte aufschließen. Eine Auszeit und ein Spielerwechsel brachten den KSV aber wieder zurück in die Spur.
Der zweite Satz wurde mit 25:23 gewonnen. Damit steht für die junge Mannschaft der erste Sieg der Saison zu Buche.
Für die weibliche Jugend spielten: Gesa Relouw, Lioba Hutz, Mariam Kurshhalidze, Hannah Prüßing-Ordoñez, Milla Braunschweig, Mila Ermers und Eileen Schröder.



