Heimat, Mechel, ist ein hohes Gut. Welch ein Glück, wenn man in seiner vertrauten Umgebung aufwachsen darf, umringt von seiner Familie, Nachbarn und Freunden. Solange Friede herrscht, ist der materielle Reichtum nicht das Wichtigste im Leben.

So ist es uns doch nach dem Zweiten Weltkrieg ergangen, Mechel. In Kevelaer hatten die meisten fast nichts und mussten von vorne anfangen.
Die vielen Vertriebenen aus dem Osten fanden im Westen eine neue Bleibe. Der Verlust der Heimat tat natürlich weh, aber im Laufe der Jahre fand die nachfolgende Generation hier bei uns ihre Heimat.

Mechel, wenn ich die Bilder aus dem Gazastreifen sehe, dann kann ich nicht begreifen, wie man so mit Menschen umgehen kann.
Die Einwohner können nicht einmal flüchten, keiner nimmt sie auf, und die israelische Regierung treibt die Menschen hin und her und schaut zu, wie von ihnen viele Hunger leiden.
Nachdem, was die Juden im Holocaust mitgemacht haben, hätte ich mir doch mehr Mitleid mit der Zivilbevölkerung gewünscht.

Wie ich auf das Thema „Heimat“ gekommen bin, Mechel? Ganz einfach: Du hast doch gesehen, was letzten Samstag in Kevelaer los war. Mit dem Auto in die Innenstadt zu gelangen, das konntest du vergessen. Überall standen Ordner und Polizisten, um…