Am Sonntag öffnet Haus te Gesselen in Wetten ein letztes Mal für diese Ausstellung seine Türen. Von 14 bis 17 Uhr ist die Finissage von „Baumgärtel und Hapke – Der Anfang und das Ende der Kunst“ zu erleben, begleitet vom Jazz-Duo Witzler & Schoppmann und Freunden.
Kunst an einem besonderen Ort
Haus te Gesselen ist weit mehr als ein Ausstellungsraum: Die alte Wasserburg liegt in der Niersaue bei Wetten und gilt als historisch wie architektonisch bedeutendes Zeugnis des Gelderlands. Der Ort ist nur im Rahmen von Veranstaltungen zugänglich und verleiht der Schau eine Atmosphäre, die zwischen Geschichte, Kunst und ländlicher Ruhe ihren eigenen Reiz entfaltet.
Baumgärtels künstlerische Anfänge
Im zweiten Obergeschoss stehen die frühen Arbeiten von Thomas Baumgärtel im Mittelpunkt, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Künstlerjubiläum begeht. Gezeigt werden nach Angaben des Veranstalters Ölmalereien aus der Kindheit, frühe Radierungen nach dem Abitur, experimentelle Arbeiten aus der Studienzeit sowie weitere Werkgruppen, die bis zu seiner Entwicklung zum Bananensprayer reichen.
Hapkes vergängliche Papierwelt
Unter dem historischen Dachstuhl begegnen Besucherinnen und Besucher der gefalteten Tierwelt von Erwin Hapke. Käfer, Motten, Schaben und andere Insekten haben sich dort sinnbildlich eingenistet; die Ausstellung verweist zugleich auf die Vergänglichkeit des Materials Papier und wird als letzte Präsentation dieses Werks beschrieben.
Praktische Hinweise für die Anreise
Die Adresse lautet Kapellener Straße 4, 47625 Kevelaer-Wetten. Geparkt wird vor dem Feldweg zur Wasserburg; der Fußweg beträgt etwa 400 Meter. Wichtig ist der Hinweis, dass Haus te Gesselen nicht barrierefrei ist und die Ausstellungsräume im zweiten und dritten Obergeschoss nur über teils enge Holztreppen erreichbar sind.
Ein Termin mit Charakter
Für Kevelaer und die Ortsteile ist die Finissage ein kultureller Termin mit besonderem Profil: kleinräumig, persönlich und nah an der Geschichte des Hauses. Gerade die Verbindung aus historischem Gemäuer, Musik und zwei gegensätzlichen künstlerischen Positionen macht den letzten Ausstellungssonntag zu einem Besuch wert.



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