Hauptstraße wird neu möbliert

Ob der hinter uns liegende heiße Sommer für die Kevelaerer Politiker neben transpirierenden auch inspirierende Momente hatte, soll an dieser Stelle mal nicht näher beleuchtet werden. Jedenfalls bedeutet „Estiva“, der Name der Sitzbänke, die im kommenden Sommer auf der Hauptstraße der Wallfahrtsstadt zum Verweilen einladen sollen, aus dem Italienischen übersetzt vo viel wie „sommerlich“. Und auf dieses Modell verständigten sich jetzt die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses. Eine hitzige Diskussion über die Möblierung blieb aus. Auch Abfallbehälter „210“ und Blumenkübel „Mainau“, die zuvor vor dem Rathaus der Wallfahrtsstadt als Muster ausgestellt worden waren, fanden schnell Zustimmung.
Ähnlich einmütig ging es bei der Vorstellung der geplanten Bepflanzung des Mechelner Platzes mit Bäumen und bei dessen Ausstattung mit Licht zu. Hier setzten sich Stelen durch, ähnlich denen am Roermonder Platz, zusätzlich versehen mit Steckdosen, die bei Veranstaltungen genutzt werden können. Einzig die Tatsache, dass der Kinderspielplatz keinerlei Leuchten bekommt, „da die Benutzung auf die hellen Tagesstunden beschränkt ist“, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt, führte denn doch zu einigem Stirnrunzeln und der Vermutung, hier werde womöglich ein Platz für „lichtscheues Gesindel“ geschaffen.
Ein wenig engagierter wurde das Thema „Motivplatten“ für die Hauptstraße diskutiert (das KB berichtete). Als Mitglied der Jury erläuterte Bürgermeister Dominik Pichler noch einmal deren Entscheidung für die Motive. In einer größeren Platte am Übergang zum Roermonder Platz sollen alle Ortsteile Kevelaers im Zusammenhang mit dem Umriss des Stadtgebietes und die Darstellung der Ortschaftswappen wiedergegeben werden. Eine folgende Platte soll sich auf die Partnerstadt Bury St. Edmunds beziehen. In weiteren elf Platten sollen die zehn größten Marienwallfahrtsorte der Welt dargestellt werden und zusätzlich Luxemburg als Ursprungsort der Kevelaerer Wallfahrt. Die Tafel für Kevelaer soll den Abschluss der Reihe am Kapellenplatz bilden.