Gute Nachrichten für engagierte Vereine, Initiativen und Dorfgemeinschaften: Gleich mehrere Projekte aus Kevelaer und seinen Ortschaften profitieren in diesem Jahr von der Kleinprojektförderung der LEADER-Region „Leistende Landschaft“ (Lei.La). Insgesamt 18 Vorhaben im gesamten Fördergebiet – zu dem auch Geldern, Straelen und Nettetal gehören – haben grünes Licht erhalten. Damit fließen auch in Kevelaer wichtige Impulse für das Miteinander vor Ort.
Große Nachfrage, begrenztes Budget
Die Nachfrage nach Fördermitteln war erneut hoch: 24 Anträge wurden eingereicht, 18 Projekte konnten letztlich berücksichtigt werden. Das verfügbare Budget von 200.000 Euro ist damit vollständig ausgeschöpft. Die Auswahl erfolgte nach einem Ranking anhand festgelegter Kriterien.
Die Förderung ist Teil eines landesweiten Programms zur Stärkung ländlicher Regionen. Bis zu 80 Prozent der Projektkosten – zwischen 2.500 und 20.000 Euro – werden übernommen. Den Rest tragen Kommunen oder Projektträger selbst.
„Der Ideenreichtum zeigt, wie stark das Engagement in unserer Region ist“, heißt es aus dem Regionalmanagement. Tatsächlich spiegeln die ausgewählten Projekte genau das wider: Kreativität, Gemeinschaftssinn und der Wunsch, das Leben vor Ort aktiv zu gestalten.
Projekte, die Kevelaer bewegen
Auch in Kevelaer selbst wird sich in den kommenden Monaten einiges tun. Die geförderten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement sein kann.
Ein Fotopoint für Winnekendonk
Mitten im Bürgerpark in Winnekendonk entsteht ein neuer Hingucker: Eine fast sechs Meter lange Sitzbank in Form des Ortsnamens soll künftig nicht nur zum Verweilen einladen, sondern auch als Fotomotiv dienen. Gerade vor der historischen Kulisse rund um Kirche und denkmalgeschützte Gebäude dürfte der neue Treffpunkt schnell zum beliebten Anlaufpunkt für Einheimische und Besucher werden.
Mehr Möglichkeiten für Wetten
In Wetten profitieren künftig zahlreiche Gruppen und Vereine von einer gemeinsamen Ausstattung: 20 Stehtische und Transportwagen sollen Veranstaltungen erleichtern und das Gemeinschaftsleben stärken. Der Knoase-Saal wird dabei zum zentralen Ort für Organisation und Nutzung.
Schulhöfe werden lebendige Treffpunkte
Besonders Kinder und Familien dürfen sich freuen: In Winnekendonk und Kervenheim werden Schulhöfe der Grundschulen deutlich aufgewertet. Neue Spiel- und Bewegungsangebote entstehen – und das unter aktiver Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Die Flächen sollen künftig nicht nur im Schulalltag, sondern auch nachmittags als offene Treffpunkte dienen.
Ein Waldgarten für alle
Am Achterhoeker Schulweg wächst ein besonderes Projekt heran: Ein barrierefreier Permakultur-Waldgarten soll Natur, Bildung und Kultur verbinden. Herzstück wird ein europaweit bekanntes Kunstprojekt sein, das dauerhaft vor Ort einzieht. Mit neuen Wegen, Sitzgelegenheiten und Pflanzflächen entsteht ein Ort, der bewusst für alle Generationen und Bedürfnisse zugänglich gemacht wird.
Kevelaer wird digitaler
Auch die Digitalisierung hält Einzug ins Vereinsleben: Die Schieß Sport Gemeinschaft Kevelaer investiert in moderne Videotechnik, um Veranstaltungen live zu übertragen. Das Besondere: Andere Vereine können die Technik künftig kostenlos nutzen. So könnten künftig auch kleinere Veranstaltungen ein größeres Publikum erreichen – ein echter Gewinn für die gesamte Stadt.
Ehrenamt als Motor der Region
Was alle Projekte verbindet, ist das Engagement der Menschen vor Ort. Vereine, Initiativen und Ehrenamtliche investieren Zeit und Herzblut, um ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.
Gerade in einer Stadt wie Kevelaer mit ihren lebendigen Ortschaften zeigt sich, wie wichtig solche Förderprogramme sind. Sie schaffen nicht nur konkrete Verbesserungen, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl.
Schnelle Fakten
LEADER-Förderung im Überblick
– Förderprogramm für ländliche Entwicklung in NRW
– Finanzierung durch Land NRW und Bund
– Zuschuss: bis zu 80 Prozent der Projektkosten
– Fördersumme: 2.500 bis 20.000 Euro pro Projekt
– Budget 2026 in der Region: 200.000 Euro
– Ziel: Stärkung von Gemeinschaft, Infrastruktur und Lebensqualität im ländlichen Raum
Mit den nun bewilligten Projekten wird deutlich: In Kevelaer bewegt sich etwas. Und vieles davon beginnt mit einer guten Idee – und Menschen, die bereit sind, sie umzusetzen.



