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Großwetterlage an der Niers

15. Januar 2020/in Kevelaer, Premium/von Michael Nicolas

Über 350 geladene Gäste begrüßten die Vorstände Wilfried Bosch und Johannes Janhsen zum Neujahrsempfang der Volksbank an der Niers im Hotel SeePark in Geldern. Neben einem kurzen Blick zurück stellte Bosch umfassend die wichtigen Entwicklungsfelder der Bank vor. Der Wetterexperte und Moderator Sven Plöger gab anschließend mit seinem Vortrag „Klimawandel: Gute Aussichten für morgen!?“ einen gleichermaßen humorvollen wie anschaulichen Einblick in die faszinierenden Zusammenhänge unseres Wettersystems und beantwortete wichtige Fragen der aktuellen Klimadiskussion.

Mit Blick auf das Vortragsthema kam Bosch in seiner Ansprache auf zahlreiche Gemeinsamkeiten zum Wetter zu sprechen. Wie mit dem Wetter verhalte es sich derzeit auch in der Bankenwelt: Der Klimawandel sei deutlich spürbar, gleichzeitig seien exakte Langfristprognosen schwierig zu formulieren. Davon unbeeindruckt zeige sich die Volksbank an der Niers: „Egal was kommt, wir sind da. Wir sind Ihre Bank der Zukunft“, stellte Vorstandsmitglied Wilfried Bosch unmissverständlich fest. Und in Anlehnung an Mark Twain, nach dessen Ansicht ein Bankier jemand ist, der Schirme bei Sonnenschein verleiht und bei Regen sofort zurückhaben möchte, versicherte Bosch: „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen und bleiben auch im Klimawandel der Finanzbranche an Ihrer Seite.“

Die Wetterfront der Niedrigzinsen

Dies sei ein großes Plus für die Mitglieder und Kunden. Denn die expansive Geldpolitik zwischen Niedrigzins und Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank habe im vergangenen Jahr ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. „Diese Politik führt zu einem Klimawandel für alle Akteure – sowohl für die Banken als auch für die Sparer und Kreditnehmer“, so Bosch. Gerade für die Sparer werde es zunehmend schwieriger, Geld „auf die hohe Kante“ zu legen. Bosch versprach: „Gemeinsam mit Ihnen kämpfen wir uns durch jede Wetterfront der Niedrigzinsen und finden für Sie den richtigen Schirm.“

Das starke Vertrauen der Mitglieder und Kunden in die Volksbank an der Niers bringt auch die Geschäftsentwicklung zum Ausdruck. Im Kundengeschäft konnte ein Kreditwachstum von etwa vier Prozent und ein Einlagenwachstum von acht Prozent erzielt werden, so dass die Bilanzsumme der Bank auf inzwischen 2,5 Mrd. Euro angewachsen ist.

Wilfried Bosch erläuterte das Klima im Bankgeschäft. Foto: nick

Bei der vielbeschworenen Nähe zum Kunden will die Volksbank den Status Quo erhalten, so kündigte es Wilfried Bosch an: „Wir werden die Öffnungszeiten insbesondere in den kleineren Geschäftsstellen entsprechend der Nutzungsfrequenz reduzieren und wollen unser Filialnetz aufrechterhalten. Wir bieten weiterhin Bargeld, Service und vor allem persönliche, diskrete Beratung in Ihrer Nähe.“

Das Augenmerk der Anwesenden lenkte Bosch in seiner Rede auch auf die für den kommenden März geplante Einführung der „DigitalFiliale“, mit der die Volksbank an der Niers im Jahr 2020 neue Wege beschreitet. „Eine Filiale, auf deren Weg Sie keinen Schirm benötigen – denn Sie bleiben während Ihres Beratungsgesprächs ganz einfach daheim, im Büro oder Auto“, beschrieb Bosch die Vorzüge der DigitalFiliale und brachte es auf den Punkt: „Die Abwicklung von Bankgeschäften wird einfacher, die Wege werden kürzer.“ Sichere Überweisung tätigen, Kontostände überprüfen, Kreditkarte bestellen oder persönliche Daten ändern – ein Anruf oder das Senden einer Nachricht per Telefon, Computer, Smartphone oder Tablet genügt. Der Kunde wählt den für ihn bequemsten Kommunikationskanal aus – egal ob Telefongespräch, E-Mail oder Online-Chat. 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank an der Niers arbeiten künftig in der DigitalFiliale, „weil persönliche Beratung, Kooperationen und Nachhaltigkeit bei uns nicht an Wert verloren haben“, stellte Bosch klar heraus.

DigitalFiliale und Immobiliengeschäft

Gleiches gelte auch für die Voba Immobilien eG, da eine ausgezeichnete Beratung auf dem Immobilienmarkt aktuell ein wichtiges Thema sei. Vor dem Hintergrund der Tiefststände bei den Hypothekenzinsen und steigender Immobilienpreise werden viele Fragen, oft gepaart mit großer Unsicherheit, an die Volksbank und die Voba Immobilien eG herangetragen. Bosch: „Unsere Immobilienexperten sind überall erreichbar und mit ihrer Fachkompetenz für Sie gerne in der Region unterwegs.“

Zum Abschluss seines Vortrags überreichte Wilfried Bosch an Sven Plöger einen Regenschirm der Volksbank an der Niers. Foto: nick

Die Nachfrage nach Wohneigentum im Geschäftsgebiet ist unverändert hoch und die Preise ziehen weiter an. Bosch: „Die äußerst geringe Zahl der zur Verfügung stehenden Grundstücke lässt die Preise enorm in die Höhe schnellen.“ Im Jahr 2018 sei die Anzahl verkaufter Wohnbaugrundstücke im gesamten Kreis Kleve um 26 Prozent auf 271 Kauffälle gesunken. „Trotz allem bleibt der ‚Schatz des Niederrheins‘, das Betongold, eine äußerst beliebte Geldanlage“, fasste Bosch den weiteren Ausblick für den Immobilienmarkt zusammen, um dann einige Gedanken zum Thema Bargeld und Niedrigzinsphase vorzustellen.

Für die Niedrigzinsphase hatte Bosch einen guten Rat parat: „Einfaches Sparen reicht nicht mehr aus. Aus Sparern müssen Geldanleger, quasi Investoren, werden. Investmentsparverträge, Immobilien- oder Aktienfonds. Das ist das Sparen der Zukunft. Sprechen Sie uns an!“

Der „Wetterfrosch“

Dann kam Deutschlands bekanntester „Wetterfrosch“ auf die Bühne. Mit vielen Bildern und Geschichten vergangener Wetterereignisse nahm Sven Plöger den Zuschauer mit in das Klimageschehen. Wie hängt der Rückgang des tausende von Kilometern entfernten arktischen Eises mit unserem Wettergeschehen zusammen? Wird es deshalb in der Zukunft möglicherweise mehr Unwetter, Hochwasserlagen und Dürren geben und ist Kohlendioxid wirklich ein Klimakiller? Viele überraschende Antworten hatte der aus dem Fernsehen bekannte Moderator auf Lager. Und Hinweise, welche politischen Konsequenzen aus den Erkenntnissen der Klimaforschung gezogen werden müssen. Aber auch Fingerzeige, wo vielleicht Zweifel an unserem derzeitigen Wissensstand und den Klimaprojektionen angebracht sind.

Beim abschließenden gemeinsamen Mittagessen bot der Neujahrsauftakt noch eine umfassende Gelegenheit zum Gedankenaustausch und Netzwerken, was den Empfang zu einer gelungenen Veranstaltung des noch jungen Jahres 2020 machte.

Schlagworte: Beruf, Leben, Neujahrsempfang, Sven Plöger, Volksbank an der Niers, Wirtschaft
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https://www.kevelaerer-blatt.de/wp-content/uploads/2020/12/Logo-KB-1-1.png 0 0 Michael Nicolas https://www.kevelaerer-blatt.de/wp-content/uploads/2020/12/Logo-KB-1-1.png Michael Nicolas2020-01-15 00:00:002021-03-08 11:13:12Großwetterlage an der Niers
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