Die Volleyballherren des Kevelaerer SV sind mit einem Sieg in ihre erste Regionalliga-Saison gestartet. Am ersten Spieltag setzten sich die Aufsteiger in einem packenden Duell beim PTSV Aachen II mit 3:1 durch.
Das Team um Trainerin Heike Thyssen feierte den verdienten Erfolg ausgelassen zusammen mit den angereisten Fans. Das Aufeinandertreffen zweier Aufsteiger versprach ein Duell auf Augenhöhe, ohne klaren Favoriten.
Die Zielsetzung des KSV war jedoch klar: Man wollte, wenn möglich, drei Punkte aus Aachen mitnehmen. „Wir hätten uns aber auch über zwei oder einen Punkt gefreut“, erklärte Kapitän Marcel Thyssen vor dem Spiel.
Der erste Satz stand zunächst im Zeichen von Nervosität und Eigenfehlern auf Seiten des KSV. Besonders die Aufschläge bereiteten den Gästen zu Beginn Schwierigkeiten. Vier Aufschlagfehler in Folge führten zu einem frühen Rückstand. Doch zur Mitte des Satzes fing sich die Mannschaft und fand zunehmend besser ins Spiel. Trotz einer Aufholjagd musste der KSV den Satz knapp mit 24:26 abgeben. Der zweite Satz begann dann völlig anders. Die Nervosität war abgelegt, die Eigenfehler minimiert. Kevelaer spielte nun souverän und entschlossen, dominierte den Gegner klar und sicherte sich den Satz mit einem deutlichen 25:11. Besonders die lautstarke Unterstützung der Fans, verstärkt durch die zweite Mannschaft des KSV, trug zur neu gewonnenen Sicherheit auf dem Feld bei.
Nach dem deutlichen Satzgewinn war es, wie so oft nach überlegenen Durchgängen, eine Herausforderung, die Konzentration im dritten Satz hochzuhalten. Der KSV geriet zunächst in Rückstand, doch eine starke Block- und Feldabwehr, angeführt von Alessandro Nobbers, drehte das Blatt. Kevelaer kämpfte sich zurück und entschied den hart umkämpften Satz schließlich mit 25:23 für sich.
Alessandro Nobbers wurde für seine herausragende Leistung, insbesondere in Block und Angriff, zum MVP (wertvollster Spieler) des Spiels gewählt. Auch der vierte Satz blieb spannend. Eine leicht erhöhte Fehlerquote bei Kevelaer und die starken Angriffe des Aachener Diagonalangreifers Frederik Mingers hielten das Spiel bis zum Ende offen. Doch der KSV behielt die Nerven und sicherte sich den Satz erneut mit 25:23. Damit war der erste Regionalligasieg der Vereinsgeschichte perfekt.
Nach dem Spiel zeigte sich Trainerin Heike Thyssen sichtlich zufrieden mit der Leistung ihres Teams: „Zu Anfang war den Spielern die Nervosität noch anzusehen. Das hat sich aber nach der Hälfte des ersten Satzes komplett gelegt. Ich bin stolz über diesen überzeugenden Einstand in der Regionalliga.“
Die Spieler feierten den Sieg gemeinsam mit ihren Fans in der Halle, in der Kabine und auch auf der Rückfahrt im Mannschaftsbus.
Kevelaerer SV: Nobbers, Tönnißen, Peters, Thyssen, Verhoeven, Ophey, Neuendorf, Novak und Moormann.
Für die zweite Mannschaft des KSV gab es den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Gegen den Rumelner TV II hieß es am Ende 3:1.
Die Kevelaerer starteten souverän in die Partie und sicherten sich den ersten Satz mit 25:18. Lediglich einige Aufschlagfehler trübten die Leistung. Wie auch im ersten Spiel nutzte Kevelaer seine Dominanz für einigen Spielerwechsel. Aber auch der zweite Satz wurde überlegen geführt. Mit einem klaren 25:13 ging auch der zweite Satz an Kevelaer. Nun wurde es ein wenig leiser in der Halle, da die erste Mannschaft zu ihrem Spiel nach Aachen aufbrechen musste und fortan nicht mehr lautstark unterstützen konnte.
Beide Teams stellten in der Aufstellung nochmals um, was zu einem hart umkämpften Satz führte. Der Rumelner TV nutzte die Unruhe und entschied den Satz knapp mit 23:25 für sich.
Im vierten Satz kehrte Kevelaer zur ursprünglichen Aufstellung zurück. Trotz einer zwischenzeitlichen Führung wurde es gegen Ende noch einmal spannend. Rumeln erspielte sich zwei Satzbälle bei 22:24. Doch Kevelaer bewies Nervenstärke und wehrte beide Satzbälle ab. Am Ende sicherte sich die Mannschaft den Satz mit 28:26 und damit auch den 3:1-Sieg. Für den KSV II standen auf dem Feld: Broeckmann, Janßen, Kannenberg, Peter, Giesen, Köllner, Herbe, Bückers, Eyll und Bergers.
Auch die neu formierte Spielgemeinschaft Weeze-Kevelaer stand gegen den SV Budberg wieder auf dem Feld. Nachdem im ersten Spiel noch deutliche Abstimmungsprobleme zu erkennen waren, startete das Team diesmal besser in die Partie. Budberg ist eine erfahrene Mannschaft und hatte im ersten Spiel der Saison leichtes Spiel gegen die SG Kempen Anrath. Die SG machte es den Budbergern aber deutlich schwerer und nutzte einige Fehler konsequent aus. Nach 25 Minuten konnte das von Joel Peter betreute Team mit 25:23 ihren ersten Satzgewinn verbuchen. In den folgenden Sätzen stabilisierte sich aber die Leistung des SV Budberg, während die Fehlerquote bei der SG anstieg. So blieb es an diesem Tag bei dem einen Satzgewinn und Weeze-Kevelaer hatte mit 1:3 (25:23, 11:25, 17:25, 11:25) das Nachsehen.
Bei der Spielgemeinschaft Weeze-Kevelaer spielten: Jahn, Lapschies, Saers, Tiemer, Mainik, Belyi, Prast, Borrenbergs, Czeranka und Hiep.
Als letztes Team aus Kevelaer waren am Sonntag die Damen im Einsatz. In der Partie Viersener TV gegen den Kevelaerer SV stand es am Ende 0:3.
Die Kevelaerinnen starten gut in den Satz und können zu Beginn mit einer Aufschlagserie von Jacqueline Keurhorst in Führung gehen. Der Viersener TV kommt zwar wieder an den KSV heran, aber auf die Aufschlagstärke der Kevelaerinnen ist Verlass. Der Satz geht mit einem Punktestand von 25:18 an die Kevelaer Damenmannschaft.
Der zweite Satz ist von Anfang an ziemlich ausgeglichen. In der Mitte des Satzes geht der Viersener TV in Führung. Mit einem Spielerwechsel versucht Trainer Alessandro Nobbers, den Spielfluss Viersens zu stoppen. Mit Erfolg: Punkt um Punkt wird der Abstand geringer. Beim Stand von 20:24 hat Viersen aber vier Satzbälle. Mariam Kurshhalidze bringt ihre Aufschläge aber souverän ins Feld und der KSV kann ausgleichen. Es gibt anschließend noch einen weiteren Satzball für Viersen, ehe der KSV den Satz mit 28:26 gewinnen kann.
Im letzten Satz kann der KSV seinerseits in Führung gehen, welche Mitte des Satzes durch eine Aufschlagserie von Jil Wassen, noch ausgebaut wird. Zum Ende des Satzes kann Viersen noch ein paar Punkte gutmachen. Den 25:20 Satzerfolg und damit das 3:0 für den KSV können sie aber nicht mehr verhindern.
Bei den KSV-Damen waren aktiv: van Husen, Backes, Wassen, Kurshhalidze, Peters, Prüßing-Ordoñez und Keurhorst.



