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Geld für gute Projekte

4. Dezember 2019/in Kevelaer, Premium/von Alexander Florie-Albrecht

Nur strahlende Gesichter gab es zu sehen, als sich die Vertreter der diversen Vereine aus dem Kreisgebiet auf den Treppenstufen des Niederrheinischen Museums zum Gruppenfoto aufstellten. Schließlich hatten sie im Foyer des Museums noch die Bescheide für die Unterstützung zu erwarten, die die Stiftung für Heimatforschung und Heimatpflege der Volksbank an der Niers ihnen an diesem Abend durch den Vorsitzenden Johannes Snelting persönlich überreichte. Insgesamt 35 Vereine erhielten diesmal Unterstützungsgelder in Höhe von insgesamt 26.600 Euro aus dem Stiftungstopf, um ihre ganz unterschiedlichen Projekte vorantreiben zu können.

Vor der eigentlichen „Ausgabe“ der Gelder hatte das Vorstandsmitglied der Volksbank an der Niers, Johannes Janhsen, nochmal ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Vereine und Institutionen gewürdigt. „Mein herzlicher Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die sich für unsere Heimat einsetzen und ihre einzigartige Kultur bewahren“, machte er deutlich, warum sein Institut die Stiftung so engagiert unterstützt.

Danach war es dem Stiftungsvorsitzenden Snelting vorbehalten, mit launigen Worten und freundlicher Art den Vereinsvertretern den Umschlag zu überreichen. Und die erhielten das eine oder andere Mal die Gelegenheit, ihr Projekt vorstellen zu können. Unter den Gruppen, die unterstützt werden, befinden sich auch Vereinigungen aus Kevelaer: der Männergesangverein Kevelaer, die St. Antonius Schützengilde Kevelaer, der SV Union Wetten und  die Geselligen Vereine Winnekendonk e.V.

Ostkirchenkantor aus Remagen

Für den Männergesangverein durfte ihr Vorsitzender Heinz Lamers ausführlich erläutern, warum die 400 Euro für den Verein sehr willkommen sind. „Seit ungefähr 40 Jahren singen wir einmal im Jahr als Theodosius-Chor aus Anlass der ukrainischen Wallfahrt diese Messe in ukrainischer Sprache.“ Das Notenmaterial sei „sehr veraltet, weswegen wir extra einen Ostkirchenkantor aus Remagen dazugeholt haben. Der hat uns das ganz neu zusammengestellt – und deshalb brauchten wir etwas Geld.“

Auch der Präsident der St. Antonius-Schützengilde Kevelaer, Wolfgang Toonen, durfte sich über einen Beitrag von 750 Euro für die Restaurierung der Vereinsfahne freuen. „Das braucht ein Schützenverein“, unterstrich Johannes Snelting in seiner kurzen Begründung für die Auswahl des Antrags.

Der SV Union Wetten erhielt 1.000 Euro, um die Chronik zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 2021 zusammenzustellen. „Wir sind gerade dabei, mit den alten Mitgliedern zu sprechen und Material dafür zusammenzutragen“, berichtete Stefan Clasen, der für die Erstellung der Chronik hauptverantwortlich ist, im Anschluss an die Ehrung.

Angesteckt von einer guten Idee

Ausführlich darstellen durfte der Vorsitzende der Geselligen Vereine Winnekendonk, Rüdiger Göbel, das Konzept für ein Niederrheinisches Online-Mundart-Wörterbuch „Kävels Platt“, für das die Stiftung 1.200 Euro zur Verfügung stellt. „Wir haben uns anstecken lassen von einer guten Idee“, verwies er auf den sich im Raum befindlichen Ideengeber Rudi Beerden. „Mundart ist eine bedrohte Art. Einige sprechen sie noch – und die Jüngeren wissen bald nicht mehr, wie sie klingt.“

Deshalb habe man dieses Online-Wörterbuch geplant, „wo man auch hören kann, wie die Dialekte gesprochen wurden und werden. Das hat auch einen pädagogischen Effekt“, gab er zu verstehen, dass das Ganze gerne Nachahmer finden darf. „Das könnte man auch auf andere Gegenden übertragen.“

Schlagworte: Leben, Projekt, Verein, Volksbank Stiftung für Heimatforschung und Heimatpflege
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