Firmengeschichte Leenders geht nach 70 Jahren zu Ende

Angela Leenders ist etwas traurig, als sie mit ihren Mitarbeiterinnen Andrea Knubben, Maria Helmus und Rita Kremer die letzten Waren aus der „Papeterie am Markt“ trägt. Sie betrachtete sich damals als Nachfolgerin des alteingesessenen Schreibwaren-Fachgeschäftes „Gerritzen-Rotthoff“, als das Ladenlokal im Jahr 2000 eröffnet wurde. Nun ist Ende.
„Wir haben keinen in der Familie, der uns nachfolgen wollte, und wir haben auch keine Möglichkeiten gesehen, an einen anderen Nachfolger zu übergeben“, schildert Angela Leenders. „Damit enden 70 Jahre Firmengeschichte Leenders, denn im April 2018 werden wir auch den Stammbetrieb in der Dondertstraße schließen.“
Als Zweigniederlassung der Kölner Schreibwarengroßhandlung Heinrich Pier KG gründete Josef Leenders 1948 seine Firma in Kevelaer. Er war Geschäftsführer und Kommanditist, und das Unternehmen befand sich seitdem in Familienhand. 1970 erfolgten die Loslösung vom Kölner Stammhaus und die Umwandlung in ein Einzelunternehmen, deren Inhaber Josef Leenders war. Es wird bis heute unter der Firmenbezeichnung „TOP-PAPIER Josef Leenders, PBS-Fachgroßhandlung in der Dondertstraße“ geführt.
Die Papeterie am Markt wurde am 1. März 2000 eröffnet. Inhaber war die  Söhngen GmbH, Geschäftsführer Michael van Kempen und Gesellschafter Peter Leenders. Hier arbeitete auch Angela Leenders, die den Betrieb in der Dondertstraße 1995 vom Schwiegervater übernahm und Inhaberin wurde. Geschäftsführer wurde Peter Leenders.
Kunden von TOP-PAPIER Josef Leenders sind bislang noch Schreibwaren-Fachgeschäfte in Hessen, Rheinland-Pfalz sowie Nordrhein-Westfalen. Sie wurden mit einem Sortiment von 38.000 Lagerartikeln versorgt. Schreibwaren, Papierwaren, Glückwunschkarten und Saisonartikel gehörten schwerpunktmäßig zum Lagerbestand.
In der Papeterie am Markt wurde auf 100 Quadratmetern Fläche ein vielseitiges Papier-, Bürobedarfs-, Schreibwaren- und Geschenkartikelsortiment angeboten. Große und kleine Schüler fanden die wichtigen Dinge, die sie im Unterricht benötigen, und besonders die „Ranzentage“ vor den Einschulungen waren in ganz Kevelaer bekannt.
Kevelaer bekommt auf diese Weise nicht nur weiteren Leerstand, denn auch ein Nachmieter für das Ladenlokal auf der Marktstraße wird weiter gesucht. Es verschwindet mit der „Papeterie am Markt“ ein weiteres Fachgeschäft und die Einkaufsmöglichkeiten für die Kevelaerer werden weiter reduziert.