Auf ihrem Ortsparteitag am 15. Juli hat die FDP Kevelaer zentrale Weichenstellungen für die anstehende Kommunalwahl vorgenommen.
Einstimmig wurde das Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2025 beschlossen.

Unter dem Slogan „Unsere Zukunft. Unsere Verantwortung. Unser Kevelaer.“ setzt es inhaltliche Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Ehrenamt, Wirtschaftsförderung, Nachhaltigkeit und moderne Infrastruktur, stets mit klaren Prioritäten und soliden Finanzen.

Die FDP spricht sich unter anderem für die Schaffung von Wohnraum für alle gesellschaftlichen Gruppen (sowohl Eigenheim als auch Mietwohnungsbau), die Verbesserung einer verlässlichen und auskömmlichen Kinderbetreuungsinfrastruktur, den Ausbau urbaner Grünanlagen, generationenübergreifende Nachbarschaftsprojekte, eine bessere Barrierefreiheit, gezielte Angebote für Senioren sowie für attraktive Freizeitangebote und Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche aus. Im Bereich der Familienpolitik werden zudem sichere Schulwege, digitale Verwaltungsangebote und ein Label „Familienfreundliches Kevelaer“ gefordert.

Auch zur Migrationspolitik bezieht das Programm klar Stellung: Die FDP spricht sich für eine menschenwürdige Unterbringung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben aus, fordert aber zugleich ein Unterbringungsmanagement, das die Interessen der Stadtgesellschaft wahrt und kommunale Ressourcen nicht überfordert.

Beim Thema Umwelt liegt der Fokus auf energetischer Sanierung, Begrünung der Innenstadt sowie einer stärkeren Verzahnung von kommunalen und privaten Anstrengungen im Klimaschutz.

„Kevelaer braucht keine ideologischen Versprechen, sondern pragmatische Politik mit Augenmaß“, so das Fazit aus dem Ortsparteitag.

Neben der Arbeit am Wahlprogramm fand auch ein intensiver Austausch mit den beiden Bürgermeisterkandidaten Mario Maaßen (CDU) und Dr. Dominik Pichler (SPD), der erneut als unabhängiger Kandidat aus dem Amt heraus antritt, statt.

Beide Kandidaten erhielten jeweils 60 Minuten Zeit, um sich und ihre Inhalte zu präsentieren, zunächst mit einem freien Statement, anschließend in einer moderierten Fragerunde mit den Mitgliedern.

Nach einer abschließenden internen Debatte hat die FDP beschlossen, keine Wahlempfehlung für einen Kandidaten abzugeben, und geht mit einem starken kommunalpolitischen Programm und klarer inhaltlicher Ausrichtung in den Wahlkampf.