FDP Kevelaer beschließt ihr Wahlprogramm

Kernpunkte sind Bildung, Bürgerservice, Klima, Vereinsleben, Einzelhandel und Stadtentwicklung

Die Freien Demokraten der Wallfahrtsstadt haben auf einem Parteitag ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl beschlossen. Der Vorstand der FDP Kevelaer konnte hierzu gut ein Drittel aller Mitglieder begrüßen. In der Sitzung wurde das Wahlprogramm für die anstehende Kommunalwahl im September vom Vorstand vorgestellt, erläutert und diskutiert. Mit ihrem Wahlprogramm möchte die FDP dem Wähler eine neue Generation Politik für Kevelaer anbieten.

Im Bereich Bildung und Zukunft möchten die Beteiligten Schulhöfe modernisieren und umgestalten, Office-Anwendungen für jeden Schüler von zu Hause aus zugänglich machen sowie Konzepte für Digitales Lernen schaffen. Den Bürgerservice möchte man um ein mobiles Bürgerbüro erweitern, welches auch am Samstag in den Ortschaften vorhanden ist, um allen Bürgern den Zugang zur Behörde so leicht wie möglich zu machen. Auch möchte die Fraktion Rats- und Ausschusssitzungen auf die Ortschaften verteilen, um dem Bürger eine Nähe zur Politik zu bieten. Hinzu kommt, dass sich die FDP für eine „Kevelaer-App“ ausspricht, die Informationen rund um Kevelaer zusammenfasst und einen digitalen Mängelmelder aufweist.

Im Bereich des Klimas und der Umwelt plädieren die Liberalen für den Ausbau der Ladesäulen für E-Mobilität, mehr Stadtbegrünung, Bauen mit Holz und einer Wetterstation, um den Bürgern punktgenau Wetterdaten zu liefern. Die Jugendlichen der Wallfahrtsstadt finden im Programm ebenfalls Beachtung. Hier möchte man einen Ersatz für die „Wiese“ schaffen, indem der nach dem Bau der Skate-Anlage verbleibende Bereich des Ascheplatzes in einen Raum für Jugendliche mit Grill-, Sitz- und Freiflächen aufgewertet werden soll. Auch soll ein Proberaum mit Aufnahmemöglichkeiten für junge Musiker geschaffen werden und die Einrichtung eines Jugendparlaments erfolgen, um auch den Jugendlichen eine Stimme in der Stadt zu geben.

Unterstützung für die Vereine

Mit am wichtigsten für die FDP war das Thema Vereinsleben. „Die Vereine in Kevelaer sind die Grundlage für das soziale Mitein­ander und wichtiger Bestandteil für unsere Kommune“, sagte Jan Itrich, Vorsitzender im Ortsverband Kevelaer. Deshalb möchte die FDP die Errichtung einer Vereins- und Sportstättenkommission, wo die Vereine ihre Wünsche und Bedürfnisse hervorheben, aber auch Mängel und Missstände an die Kommune und Politik herantragen können. „Es geht darum, eine Plattform zu schaffen, wo sich unsere Vereine im Stadtgebiet explizit an uns und auch an das Rathaus wenden können. Es geht darum, Barrieren abzubauen und schnellere Kommunikation zwischen Vereinen, Politik und Verwaltung zu ermöglichen“, erläuterte Jens Auerbach, der stellv. Vorsitzende des Ortsverbandes.

Mit dem Kevelaerer Einzelhandel möchte man den Austausch intensivieren, um mit den „Profis vor Ort“ Ideen zu entwickeln, die nachhaltig weiterhelfen. Man möchte den Einzelhandel stärken, indem man die Parkkosten auf dem Peter-Plümpe-Platz am Wochenende entfallen lässt und so ein kaufkräftiges Publikum in die Stadt lockt, aber auch den Einheimischen die Möglichkeit gibt, diese Gelegenheit zu nutzen. Die Stadtentwicklung soll durch einen technischen Beigeordneten ergänzt werden, der als Planungsfachmann für die Stadt fungiert. Gleichzeitig soll ein Konzept entwickelt werden, wie Kevelaer in der Zukunft aussehen soll und in welchen Bereichen Bedarfe entstehen könnten. Wichtig für die FDP ist auch die Anschließung an das Glasfasernetz für Kevelaer und seine Ortschaften.

Jürgen Hendricks, Fraktionsvorsitzender des Ortsverbandes Kevelaer, war zufrieden mit dem Wahlprogramm: „Wir haben ein umfassendes Wahlprogramm auf die Beine gestellt, welches von allen Seiten der Partei begrüßt wurde und inhaltlich mit guten Ideen heraussticht. Wir hoffen, dass sich viele Kevelaerer damit identifizieren können und wir spätestens im September darauf ein gutes Feedback bekommen.“

Das Team der FDP Kevelaer: (v.l.) Felix Naber, Philipp Schmidt, Marie-Therese Konculic, Jürgen Hendricks, Jan Itrich, Jonas van Hagen, Jens Auerbach. Foto: MedienManufaktur Niederrhein