Farbenfroh und aufregend startet das Katharinenhaus mit der ersten Ausstellung des Jahres in der frisch sanierten Cafeteria.

Dieses Mal ist es die Gruppe „ZwanzigZehn“ aus Goch, die ihre Schaffenskraft in der großartigen Räumlichkeit präsentiert. Die Werke sind unter der Leitung der Künstlerin Gabriele Lomm entstanden. Thematisch gaben sich Edward Hopper und Emil Nolde die Hand und sorgten für Inspiration.

Monika Böhmer, Jutta Buschmann, Margret Emmers, Margit Klüsener, Iris Odenthal und Jochen Schlack haben sich sichtlich tief und umfassend mit den berühmten Künstlerkollegen auseinandergesetzt und es geschafft, in Anlehnung an die bekannten Werke ganz Eigenes zu kreieren.

Der harte Kern der ambitionierten Hobbykünstler arbeitet seit 2010 zusammen. Die Gruppe hatte das Glück, jeweils namhafte Künstler aus der Region als Anleiter für die Weiterentwicklung ihrer materialtechnischen und künstlerischen Fertigkeiten zu gewinnen.

In den ersten prägenden Jahren waren dies Willi Oster, Gunther Jäckle und Holger Becken, die ihre verschiedenen künstlerischen Positionen eingebracht haben. Als besonders spannend wird von den Ausstellenden der Schaffensprozess erlebt, der durch gegenseitige, konstruktive Kritik und freundliche Offenheit begleitet wird.

Dem Betrachter erschließt sich eine farbenfrohe Welt, die in so manchem leisen oder lauten Mikrokosmos auf der Leinwand mündet. Da schwingen Töne von Einsamkeit in satten Farben durch die Cafeteria, filigrane Andeutungen tiefer Gefühle und räumliche Darstellungen, die mit den Empfindungen des Betrachters spielen. Dies ist keine Ausstellung, die man schnell durchschreiten sollte. Es lohnt sich ein Innehalten vor jedem Werk.

Die zugehörigen Arbeiten sind in der Ausstellung in zwei Bildergruppen geordnet. Einige thematisch freie Arbeiten ergänzen die Ausstellung mit insgesamt 32 Bildern, die zum Teil auch erworben werden können. Wer mag, kann sich in prächtigen Landschaften verlieren und nach einem Streifzug durch die stark akzentuierten Hopper-Welten in floraler Leidenschaft ganz in Noldes Stil ergehen. Kommen Sie und lassen Sie sich verzaubern.

Die Ausstellung kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Hauses besucht werden. In der Cafeteria lädt ein Kaffeeautomat dazu ein, sich die Ruhe zu nehmen, die die Werke verdienen.

Bei Kaufinteresse bitte an die Heimleitung, Verwaltung oder den sozialen Dienst wenden.