Fans genossen den „Jazz im Apfel“

Auch vor einer Woche waren Kevelaers Straßen fast ausgestorben, doch in der Nähe des Kapellenplatzes ertönten schwungvolle Klänge. Zum 23. Mal fand im Hause der Familie Pesch-Braun die bereits etablierte Veranstaltung „Jazz im Apfel“ statt.

Aus den Städten Dortmund, Goch, Wesel sowie aus der heimischen Gemeinde Wemb reisten die sympathischen Musiker der SCALA Jazz Band regelmäßig zur allgemeinen Freude der mittlerweile recht großen Anhängerschaft ins Wallfahrtsstädtchen an. Begleitet wurden sie von wechselnden Gästen.

An diesem Abend war es ein Saxophonist des Bundesjugendorchesters aus Moers. Der große nostalgische Saal war gemütlich geschmückt und mitten im Raum standen Klavier, Schlagzeug, Bass und Saxophon. Während die Bandmitglieder den Ablauf besprachen und die Instrumente stimmten, warteten bereits einige Stammgäste gespannt auf die Darbietungen.

Das Repertoire der Musikgruppe war sehr groß, so war jeder Abend einzigartig.
Die Jazzfans waren unterschiedlichen Alters. Ob Mitte 30 oder dreimal 30, ob allein, zu zweit oder in einer großen Gruppe, nicht nur die Musiker auch die Gäste waren sehr vielfältig.

Auf ihrem Stammplatz in der Ecke saßen die Fans aus dem St. Marien Wohnstift.
„Das ist meine Musik“ sagte ein Stammgast. Ursprünglich kommt er aus Duisburg und wohnt ebenso wie sein Tischnachbar aus Wuppertal seit gut zehn Jahren in der benachbarten Seniorenresidenz. „Ihr seid die Helden des Abends“ verkündete später Daniela Rothenberg (Gesang) mit Blick auf diese nette Runde, die trotz Corona fast vollzählig vertreten war.