Es ist längst nicht so extrem wie in anderen Kommunen, aber auch in Kevelaer zeichnet sich ab, dass die Kommunalwahlen eine deutliche Protestnote tragen. Das zeigen die Verluste der etablierten Parteien auf, vor allem aber das Erstarken der Gruppierungen am linken, insbesondere aber am extremen rechten Rand des Spektrums.

Den Linken kann man dabei immerhin zugutehalten, dass sie sich in Kevelaer durchaus mit den lokalen Themen befasst und Ideen für die Zunkunft Kevelaers entwickelt haben. Damit erreichten sie 4,46 Prozent der Wählerstimmen in Kevelaer.

„Rechtspopulisten“ ziehen in den Stadtrat ein

Die AfD hingegen beantwortete im Wahlkampf keine einzige lokale Frage, sondern setzte ganz bewusst auf Landes- und Bundesthemen (das KB berichtete). Ein offensichtlich nicht nur landesweit, sondern auch auf kommunaler Ebene erfolgreiches Vorgehen der „Rechtspopulisten“, wie sie NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bezeichnete, das nicht nur dem Landesvater Sorgen bereiten sollte. Aus dem Stand erreichte die AfD in Kevelaer 9,97% der Wählerstimmen und zieht nun mit vier Ratsherren ins Kevelaerer Rathaus ein.

Der neue Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer hat 42 Sitze

Die bisher im Rat vertretenen Parteien sind zwar auch im neuen Rat weiter am Start, mussten aber allesamt Verluste bei den W…