Erzbischof von Wien und Bischof Genn eröffnen die Kevelaerer Wallfahrtszeit 2016

Pilgerportal wird mit symbolischen Hammerschlägen geöffnet

Mit drei symbolischen Hammerschlägen und den in drei Sprachen Deutsch, Lateinisch und Niederländisch gesprochenen Worten „Öffnet die Tore eures Herzens Christus, dem Erlöser“ öffnet der Erzbischof von Wien/Österreich, Christoph Kardinal Schönborn, am Sonntag, 1. Mai, unmittelbar vor dem um 10 Uhr beginnenden Pontifikalamt das Pilgerportal der Kevelaerer Marienbasilika. Der Erzbischof eröffnet damit symbolisch die Wallfahrtszeit in der Marienstadt, die in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Selig die Barmherzigen“ stehen wird. Begleitet wird der Kardinal durch den Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, der immer wieder gerne zu festlichen Anlässen in die Marienstadt kommt. Nach der Öffnung des Pilgerportals wird in der großen Wallfahrtskirche das festliche Pontifikalamt gefeiert. Chor und Orchester der Marienbasilika werden die Eucharistiefeier unter der Leitung von Chordirektor Romano Giefer mit Josef Rheinbergers C-Dur-Messe, op. 169, musikalisch gestalten.

Christoph Schönborn wurde im Januar 1945 im böhmischen Skalsko geboren. Im Herbst desselben Jahres musste die Familie nach Österreich fliehen. Nach seiner Schulausbildung in Schruns und Bludenz (Vorarlberg) trat Schönborn im Jahr 1963 in den Dominikanerorden ein. Nach Studien an den Ordenshochschulen in Walberberg, Le Saulchoir, Wien und Paris wurde er 1970 in Wien zum Priester geweiht. Bis 1974 folgten das theologische Lektorats- und Lizentiatsexamen sowie schließlich die Promotion in Paris. In den Jahren 1973-1975 wirkte Schönborn als Studentenseelsorger an der Grazer Hochschulgemeinde, dann in verschiedenen Aufgaben an der Universität Fribourg/Schweiz.

Zum Bischof geweiht wurde Christoph Schönborn am 29. September 1991 im Wiener Stephansdom als Weihbischof der Erzdiözese Wien, deren Leitung als Erzbischof er im September 1995 übernahm. Zum Kardinal kreiert wurde der Erzbischof im Februar 1998. Im Juni desselben Jahres wurde er Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, die er bis heute leitet.

Am Nachmittag des 1. Mai wird um 15 Uhr die erste Pilgerandacht der neuen Wallfahrtszeit in der Basilika gefeiert. Zum feierlichen Abschluss des ersten Wallfahrtstages des Jahres 2016 beginnt um 19.30 Uhr ein festliches Sonderkonzert in der Basilika. Es erklingt Claudio Monteverdis (1567-1643) berühmte „Vespro della Beata Vergine“ („Marienvesper“), ein Werk, das in historischer Verwandtschaft zur Begründung der Kevelaer-Wallfahrt entstanden ist. Es singen als Solisten Ulrike Hellermann und Evelyn Ziegler (Sopran) sowie Hans Jörg Mammel und Andreas Karasiak (Tenor). Es singt der Essener Kammerchor, es musizieren das Ensemble Exquisite Noyse und das Ensemble Philomusici, die Gesamtleitung hat Bernhard Schüth. Karten sind im Vorverkauf (21,00 Euro / Erwachsene; 5,00 Euro / Schüler) in der Buchhandlung Bercker, Kapellenplatz, erhältlich.

Auch in der Wallfahrtszeit 2016 wird es in Kevelaer täglich vier feste, von der Wallfahrtsleitung gestaltete Gottesdienste für alle Pilgergruppen geben: das feierliche Pilgeramt mit Predigt um 10 Uhr in der Basilika, die Pilgermesse um 11.30 Uhr in der Kerzenkapelle, die Pilgerandacht mit Predigt um 15 Uhr in der Basilika sowie das Marienlob um 18 Uhr in der Kerzenkapelle.

Pilgergruppen, die mit einem Priester zur Wallfahrt kommen, können nach Absprache mit der Wallfahrtsleitung auch künftig außerhalb dieser festen Zeiten eigene Gottesdienste in einer der Kevelaerer Kirchen feiern. Nähere Informationen erteilt die Wallfahrtsleitung im Priesterhaus, Kapellenplatz 35, 47623 Kevelaer, Tel.: 02832/93380, Fax: 02832/9338111, E-Mail: info@wallfahrt-kevelaer.de. Aktuelle Informationen rund um die Wallfahrt finden sich in den Sprachen Deutsch, Niederländisch und Englisch unter www.wallfahrt-kevelaer.de.