Neues Netzwerk für Kevelaer
Kevelaer hat einen wichtigen Schritt hin zu einer enger verzahnten sozialen Zusammenarbeit gemacht: Beim ersten Netzwerktreffen am 17. Juni 2026 kamen Fachkräfte aus unterschiedlichen Einrichtungen zusammen, um die Hilfsangebote vor Ort besser aufeinander abzustimmen. Der Austausch soll helfen, Wege für Betroffene zu verkürzen und Doppelstrukturen zu vermeiden. Gerade für eine Stadt wie Kevelaer mit ihren Ortschaften ist ein solches Miteinander ein starkes Signal für den sozialen Zusammenhalt.
Eingeladen hatten Nicole Zigan vom SkF Kevelaer und Gudrun Blumenkemper vom Caritascentrum Kevelaer/Weeze. Beide hatten zuvor zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus Sozialverbänden, Beratungsstellen und Institutionen angesprochen, um die Idee eines tragfähigen Netzwerks auf den Weg zu bringen. Der Gedanke dahinter ist klar: Menschen in Not sollen nicht von Stelle zu Stelle geschickt werden, sondern möglichst abgestimmt Unterstützung bekommen.
Breite Beteiligung aus dem Kreis
Vertreten waren Mitarbeitende aus verschiedenen Fachbereichen der Caritas, darunter Integration und Migration, Schuldner- und Insolvenzberatung, allgemeine Sozialberatung sowie das Quartiersmanagement Kevelaer. Auch der SkF war mit Schwangerschaftsberatung, Vormundschaften und ambulant betreutem Wohnen dabei. Ergänzt wurde die Runde durch Fachleute der Frauenberatungsstelle Impuls aus Goch, des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreises Kleve, des Opferschutzes der Kreispolizei Kleve, des Kommunalen Integrationszentrums und des Berufsbildungszentrums des Kreises Kleve.
Damit wurde deutlich, wie breit das Spektrum sozialer Arbeit in der Region inzwischen aufgestellt ist. Für Betroffene kann genau diese Vielfalt aber auch zur Hürde werden, wenn Zuständigkeiten unübersichtlich bleiben. Das neue Netzwerk soll hier Orientierung schaffen und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen verbessern.
Impulse zu Migration und Gleichberechtigung
Gudrun Blumenkemper und Nicole Zigan hatten Impulsvorträge zu Migration und Gleichberechtigung vorbereitet. Die Beiträge führten zu intensiven Gesprächen über die täglichen Schwierigkeiten in der Begleitung von hilfsbedürftigen Menschen. Dabei wurde auch sichtbar, wie sehr sich soziale Arbeit derzeit unter politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen behaupten muss.
Im Mittelpunkt stand nicht nur der fachliche Austausch, sondern auch die Frage, was den Beteiligten in ihrer Arbeit Hoffnung gibt. Die gemeinsame Antwort: Menschen sollten unabhängig von Herkunft, Alter oder Lebenslage nicht als Belastung gesehen werden, sondern als Teil einer lebendigen Stadtgesellschaft. Genau dieser Blick auf die Menschen könnte dem Netzwerk langfristig seine Kraft geben.
Nächster Termin steht
Die Beteiligten wollen das Netzwerk fortsetzen und weitere Partnerinnen und Partner gewinnen, die die Lebensumstände in Kevelaer verbessern möchten. Als nächster Termin wurde bereits der 7. Oktober 2026 um 14:30 Uhr im Mechelhaus vereinbart. Dass das Quartierszentrum Mechel-Haus in Kevelaer seit Jahren als offener Ort für Begegnung und Unterstützung gilt, passt gut zu diesem Vorhaben.
schnelle Fakten
Netzwerktreffen
- nächster Termin: 7. Oktober 2026, 14:30 Uhr.
- Ort: Mechelhaus, Kevelaer.
- Ziel: Soziale Angebote besser vernetzen und Hilfen für Menschen in Kevelaer und den Ortschaften verbessern.
- beteiligte Bereiche: Caritas, SkF, Frauenberatung, Sozialpsychiatrischer Dienst, Polizei, Integrationsarbeit, Berufsbildung und weitere Stellen.


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