In lockerer Serie stellt KB-Autorin Delia Evers Kevelaerer Persönlichkeiten vor. Die Wallfahrtsstadt beheimatet viele engagierte Menschen – früher wie heute. Ob zum Geburtstag, Jubiläum oder anderen Anlässen werden wir auf bewegte Leben blicken. Heute auf das von …

Ulrich Braasch zu Beginn der 2000er Jahre in der KB-Redaktion. Foto: Delia Evers
Karl-Ulrich Braasch
Er war ein Gewinn für die Stadt, hatte aber nur wenige Jahre, in denen er für sie wirken konnte. Am 27. August jährte sich der Todestag des Technischen Beigeordneten Karl-Ulrich Braasch zum 15. Mal.
Sein Vater war im Krieg gefallen und seine Mutter nach dem Einmarsch der Russen nach Sibirien verschleppt worden. Der zweijährige Junge geriet in einem Flüchtlingstreck nach Ost-Berlin. 1946 kam die Mutter frei – und fand ihr Kind mit Hilfe des Roten Kreuzes.
1958 flohen die beiden von Ostberlin nach Westberlin und kamen in einem Lager unter. Nach einem halben Jahr siedelten sie in die Bundesrepublik über. In Kaiserslautern machte der Junge sein Abitur und schrieb sich an der Technischen Hochschule Hannover ein. Sein Studium schloss er als Diplom-Ingenieur mit Fachrichtung Architektur und Stadtplanung ab.
Braasch wirkte ein Jahr wissenschaftlich in Darmstadt und musste sich entscheiden, ob er freiberuflich oder im kommunalen Dienst arbeiten wollte. Da ihm Stadtplanung und Stadtentwicklung lagen, absolvierte…


