Photovoltaikanlagen auf Hausdächern oder als ,Balkonkraftwerk‘ kennt man inzwischen. Und auch ,in der Fläche‘, also als ,Solarpark‘, gibt es sie schon in Kevelaer. Ein weiteres Investorenmodell soll nun – auch dank gezielter Förderung durch das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) – an der Wember Straße entstehen. Warum es sich um eine sogenannte „Agri-PV Freiflächenanlage“ handelt und was das besondere daran ist, erläuterte der Kevelaerer Architekt Timo Verhoeven im Ausschuss für Klima, Umwelt und Gebäudemanagement (KlUG).

Ein Argument gegen die Errichtung größerer Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen ist häufig, dass die Fläche für die zumeist landwirtschaftliche Nutzung verloren geht. Doch das müsse nicht sein, erläuterte Verhoeven anhand der an der Wember Straße geplanten Anlage. Werden die Solarmodule auf Pfähle gestellt und entsprechend ausgerichtet, bleibe die Fläche darunter nutzbar. Der Aufwand für das Aufständern könne je nach geplanter Nutzungsart durchaus hoch sein. Für den Solarpark an der Wember Straße, der eine Fläche von 10.500 Quadratmetern umfasst, habe man sich für eine einfachere Variante entschieden, die jedoch durch ihre Höhe von zwei Metern über dem Boden in Verbindung mit einem Landwirt die Nutzung als Weideland oder, was wahrscheinlicher ist, zum Anbau von Futtermitteln möglich macht.

„Die Doppelnutzung der Fläche führt dabei nicht nur zu einer gesteigerten ökologischen und ökonomischen Landnutzungseffizienz, sondern kann in der Praxis darüber hinaus auch noch zu positiven Synergieeffekten zwisc…