Wer noch nicht in der Galerie von Markus Nießen war, wird schnell bemerken, dass es hier besondere Sachen zu entdecken gibt. Nicht nur die von ihm angebotenen Weine sind ein Genuss. Seine selbst handgefertigten großen Behältnisse und Schüsseln aus schön gemusterten Hölzern fallen auf, und schnell fällt der Blick auf seine Stifte, denen er ein hölzernes Kleid bereitete. Es gibt Kugel- und Tintenschreiber (Rollerball), aber auch Füller. Der sogenannte „Gaesdoncker“ wurde aus Holz von alten massiven Schränken hergestellt, die Nießen kaufte, als das Internat vor Jahren renoviert und neu ausgestattet wurde.

Zu den Europäischen Tagen des Kunsthandwerks am vergangenen Wochenende lud der Galerist von Freitag bis Sonntag Gäste ein, die ihre Werke vorstellten.

Die Goldschmiedemeisterin Katja Pollok aus Meerbusch, Ilex Hild aus Köln und Alexander Fröhlich aus Mettmann, ursprünglich aus Paris, waren der Einladung gefolgt, um ihre Handwerkskünste zu zeigen. Heute sind solche per Hand gefertigten Werke eher selten zu sehen. Schuld daran sind die vielen Möglichkeiten der industriellen Herstellung. Doch die Unterschiede sind nicht zu übersehen.

Schuhe

Alexander Fröhlich freut sich besonders, wenn er ganz individuell maßgeschneidert auf die Wünsche seiner Kunden eingehen darf. Er sagt: „Mein Handwerk ist in heutiger Zeit eine Herausforderung.“ Es gebe ähnlich hochpreisige Produkte in der Industrie, doch bezahle man dann öfter den Markennamen mit, obwohl die Artikel nicht der Qualität entsprächen.

Er genieße es, mit den Kunden zusammenzuarbeiten, auf ihre Wünsche einzugehen. Auffal…