Einblicke in schöne Gärten

Der Kreisverband Kleve für Heimatpflege koordiniert wieder den bundesweit organisierten „Tag der offenen Gartentür.“ Vorsitzender Hans Gerd Kersten und der stellvertretende Vorsitzende Josef Jörissen stellten die teilnehmenden Gärten im Kreis vor. Eingeladen hatten Dr. Daniela Dienst-Loth und ihr Ehemann Stefan Loth in ihren Bienengarten, mit dem sie ebenfalls an dem Aktionstag teilnehmen werden.

In diesem Jahr richtet der Kreisverband für Heimatpflege sein besonderes Augenmerk auf die Vorgärten, die in vielen Fällen immer naturferner werden. „Wir erleben heute viel zu häufig, statt Blumen und Sträuchern in den Gärten nur noch Tristesse und Lebensfeindlichkeit“, bedauert Jörissen. Gemeint sei der monotone oder minimalistische Garten oder der Vorgarten, der gar versiegelt, aus steriler Splittfläche bestehe. „Beton, Stein und Kies in allen Variationen werden verwendet, so dass diese Flächen ökologisch mit gepflasterten Hofzufahrten oder PKW-Stellplätzen gleichzustellen sind. Auf diese Art und Weise wird nicht nur der öffentliche Raum verunstaltet, sondern auch das Fehlen von Fluginsekten und Gartenvögeln ist die zwangsläufige Folge.“

Kersten fügte hinzu, dass die Begründung für solches Vorgehen oft die „Pflegeleichtigkeit“ ist. Dies sei aber zu kurz gedacht. Auch wurzelresistentes Vlies, was unter Splitt und Steinen, das für das Nachwachsen von Wildkrautwuchs sorgen solle, würde nicht den Sameneintrag verhindern. „Algen und Flechten überziehen die Steine. Laub und sonstige Feststoffen verhakeln sich im Schotter und sind nur mühsam wieder zu entfernen.“ Dann würden häufig verbotene Flüssigkeiten über die verödeten Böden geschüttet und flössen ohne eine lebendige Bodenzone ungehindert ins Grundwasser. „Die Reinigung erfolgt dann oft mit einem Laubbläser, der nicht nur Lärm verursacht, sondern auch für viel ungesunden Feinstaub in der Luft sorgt“, ärgert sich Kersten. „In dessen Folge treten in Kleinklimabereichen Gesundheitsgefährdungen wie Lungenerkrankungen und Allergien auf.“

Gärten seien immer ein Ausdruck der Lebensphilosophie und beim „Tag der offenen Gartentür“ zeigen viele private Gartenbesitzer mit viel Mut und vorherigem Einsatz ihren persönlichen Bereich und stehen für einen Austausch über ihre Gartenkultur bereit. Hierfür sprach der Kreisverband Kleve für Heimatpflege schon im Vorfeld allen Gartenbesitzern seine Anerkennung und seinen Dank aus.

Am Sonntag, 24. Juni, sind die teilnehmenden Gärten von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Entgegen anderer Verlautbarungen nimmt Familie Baaken im Achterhoek dieses Jahr nicht am Aktionstag teil. Die Liste der Teilnehmer, auf der Familie Baaken fälschlich geführt ist, findet man unter: https://www.heimatpflege-kreiskleve.de/tag-der-offenen-gartentuer