Ein zweifacher Abschied

Bevor die offizielle Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes für Heimatpflege begann, pflanzte der scheidende Vorsitzende Hans-Gerd Kersten gemeinsam mit den Mitgliedern des Heimat- und Verkehrsvereins Kervenheim-Kervendonk einen rotlaubigen Judasbaum. Er werde auch „kanadischer Judasbaum“ genannt, bevorzuge einen sonnigen bis halbschattigen Standort, sei sehr trockenheits- und hitzeverträglich  und könne bis zu acht Meter hoch werden, erläuterte Kersten in seiner kurzen Ansprache, bevor es an die Schaufeln ging. Wenn schon das Herbstfest des Verbandes „aus bekannten Gründen“ ausfalle, so wolle man „auf die traditionelle Baumpflanzung nicht verzichten“, sagte der Vorsitzende.

In der „Gaststätte Brouwers“ betonte der Kervenheimer Ortsvorsteher Martin Brandts in seinem Grußwort die Bedeutung eines solchen Treffens. „Das finde ich total wichtig, weil ich denke, dass alles, was mit Heimatpflege und Sichkümmern um die Heimat zu tun hat, gerade in diesen Tagen besonders wichtig ist.“ Der Baum werde die Kervenheimer an diesen Tag erinnern, sagte Brandts und wünschte auch dem scheidenden Landrat Wolfgang Spreen für seine Zukunft alles Gute.

Vollauf zufrieden

Hubertina Croonenbrock und Hans-Gerd Kersten erhielten ihre Ehrenurkunde, Landrat Wolfgang Spreen einen Blumenstrauß.

„Wir sind vollauf zufrieden, vor allem die Resonanz scheint noch einigermaßen vernünftig zu sein“, freute sich der Vorsitzende des Kervenheimer Heimat- und Verkehrsvereins, Hans-Gerd Ripkens, über den Baum und die Anwesenheit der Kreis-Mitglieder. Danach galt es für den Verband, zwei besondere Abschiede zu begehen: einmal den des Vorsitzenden Hans-Gerd Kersten, der ein paar Tage zuvor den LVR-Rheinlandtaler für sein ehrenamtliches Engagement erhalten hat, und seiner Stellvertreterin Hubertina Croonenbroeck.

Außerdem erhielt Landrat Wolfgang Spreen für seine dauerhafte Unterstützung des Kreisverbandes einen Blumenstrauß – nicht umsonst stand der „Heimatpreis“ auf dem Vorstandstisch, den Spreen 2019 an den Verein übergeben hatte. Als ein positives Beispiel nannte Kersten die Verbundenheit mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. „Es gab immer wieder überraschte Kommentare der Bürger, wenn sie aus dem Bus stiegen: Wie, der Landrat ist auch dabei?“ Das habe dem Wettbewerb einen großen Schub gegeben, sagte Kersten. „Sie haben gezeigt, dass Ihnen die Dörfer sehr am Herzen liegen“, dankte er Spreen für die „hervorragende Zusammenarbeit.“

Spreen dankte für die wertschätzenden Worte. „Es war immer eine Freude, Ihnen an den diversen Orten im Kreis zu begegnen, auch im Kleinen und im Wettbewerb, wo die Dörfer hervorragend abgeschnitten haben.“ Er sei dankbar gewesen, soviel Begeisterung erlebt haben zu dürfen. „Danke, dass ich teilhaben durfte an Ihrer Gemeinschaft“, dankte er dem Vorstand des Kreisverbandes für seinen jahrelangen Einsatz. Er sicherte zu, den Verband seiner Nachfolgerin „ans Herz zu legen.“

Thema Corona

In seinem letzten Vorstandsbericht nach zwölf Jahren Vorsitz nahm bei Kersten natürlich das Thema Corona breiten Raum ein. „Es ist und war noch nicht so wie in den Jahren zuvor. Corona hat uns fest im Griff“, ging er auf einzelne Aktivitäten wie den Umbau der Satzung und die erfolgreiche Teilnahme von Schaephuysen (Gold) und Louisendorf (Bronze) beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ein.

Vor der Neuwahl des Vorstands wurden die beiden ausscheidenden Personen zu Ehrenvorsitzenden bestimmt. Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes, Josef Jörissen, ging ausführlich auf die Vita beider Personen ein und würdigte ihre Verdienste. Croonenbroek zeigte sich „sehr gerührt“. Und Kersten meinte: „Was ist einer alleine? Der ist nur soviel wert wie die, die um einen rum sind, wie die zueinander stehen und wie die seine Ideen weitertragen. Ich freue mich riesig darüber. Wir werden uns beide gerne sehen lassen.“

Die Jahreshauptversammlung fand in Kervenheim in der Gaststätte Brouwers statt. Der örtliche Heimatverein freute sich über die gute Resonanz.

Danach wurde deutlich, dass diese beiden zentralen Posten so ohne Weiteres nicht zu besetzen sind. Denn man habe „für beide Positionen leider keinen Nachfolger im Vorfeld gefunden“, musste Jörissen einräumen. Auch die Frage in das Plenum hinein brachte keine Reaktion. „Wir werden also in den nächsten Wochen mit allen Mitgliedsverbänden nochmal sprechen.“ Künstlich über das Knie brechen solle man so eine Entscheidung nicht, selbst stehe er für das Amt nicht zur Verfügung.

Danach wurde die Zusammensetzungen diverser Gremien bestimmt. Und Jörissen unterstrich, dass der Verband allen Dörfern und Interessenten bei der Beteiligung an den Wettbewerben mit Rat und Tat zur Seite stehen werde.

Wahl der Mitglieder in den Gremien

Neuwahl des Beirates:

Oliver Birkhahn Bedburg-Hau,

Gerd Dörning Emmerich-Elten,

Hans-Willi Erkens Geldern-Veert,

Heinz-Peter Erkes Goch-Pfalzdorf,

Josef Gietemann Kleve-Rindern,

Wilhelm Goebels Bedburg-Hau,

Franz Heckens Kevelaer,

Franz Hendricks Kleve-Griethausen,

Heinz Janssen Goch

Gregor Reintjes Emmerich-Hüthum,

Günter Rienits Kleve,

Agnes Schröder Kevelaer-Kervenheim,

Horst Terfehr Kleve,

Susanne Schleuter Kalkar-Appeldorn,

Claudia Koschare Schaephuysen,

Andrea del Ben Rheurdt.

Vorschläge für die Besetzung des Beirates Untere Naturschutzbehörde

Mitglieder: Josef Jörissen, Horst Tefehr, Hans Willi Erkens

Stellvertreter: Hans Gerd Kersten, Bernhard Lohmann, Günter Rienits

Mitglieder des Kreisverbandes zur Kreisbewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“:

Hans Gerd Kersten, Josef Jörissen, Bernhard Lohmann und Claudia Koschare.

Stellvertreter: Bärbel Buschhaus, Agnes Schröder, Cornelia Merkamp.

Kommissionsmitglieder für die verbandseigenen Wettbewerbe Wirtschafts-/Bauern- und Naturnahe Gärten, Wohn- und Wohlfühlgarten:

Vorsitzende: Agnes Schröder Kervenheim,

Gregor Reintjes Emmerich-Hüthum,

Susanne Schleuter Kalkar-Appeldorn,

Andrea del Ben Rheurdt

Blumenschmuck, Vorgärten, Fassadengestaltung, Sonder- und Gemeinschaftsleistungen:

Vorsitzender: Franz Hendricks, Griethausen

Mitglieder: Heinz-Peter Erkes, Goch

Heinz Jansen, Goch

Bernhard Lohmann, Winnekendonk