Ein Geschenk aus Freundschaft und Verbundenheit
Es ist nicht einfach nur ein Teller. Es ist ein Stück gelebter Erinnerung, ein Symbol für Freundschaft – und vielleicht auch ein kleines Stück Kevelaerer Stadtgeschichte. Vor vielen Jahrzehnten erhielt Steffi Wins, geborene Boothe (26. Oktober 1938), zu einem Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk: einen handbemalten Porzellanteller der bekannten Kevelaerer Töpferin Annemie Ophey.
Gestiftet wurde das Unikat von ihren Klassenkameradinnen. Auf der Rückseite des Tellers sind ihre Namen verewigt – ein bleibendes Zeichen der Verbundenheit einer Generation.
Zwischen Trauer und dem Wunsch, Erinnerungen zu bewahren
Nach dem Tod seines Vaters im Februar steht Sohn Stefan Wins nun vor einer emotionalen Aufgabe: Was tun mit den Erinnerungsstücken der Eltern?
Anstatt den Teller einfach aufzubewahren oder gar zu vergessen, hat er sich für einen besonderen Weg entschieden. Er möchte das Stück zurück in die Hände der Kevelaerer Gemeinschaft geben – dorthin, wo seine Geschichte begann.
„Wir würden uns freuen, wenn der Teller wieder nach Kevelaer zurückkommt und vielleicht Menschen erreicht, die damit etwas verbinden“, schreibt Stefan Wins in seiner Anfrage an das Kevelaerer Blatt.
Wer erkennt die Namen?
Vielleicht leben einige der damaligen Schenkenden noch. Vielleicht erinnern sich Familien, Kinder oder Enkel an die Freundschaft ihrer Mütter oder Großmütter. Der Teller könnte für viele mehr sein als nur ein dekoratives Stück – er könnte Erinnerungen wecken, Geschichten erzählen und Verbindungen neu knüpfen.
Gerade in einer Stadt wie Kevelaer, in der Gemeinschaft und Geschichte eng miteinander verwoben sind, könnte dieses besondere Objekt einen neuen Platz finden – sei es in privater Hand, in einer Sammlung oder sogar in einer lokalen Institution.
Ein Aufruf an die Leserschaft
Das Kevelaerer Blatt ruft seine Leserinnen und Leser auf: Schauen Sie genau hin. Fragen Sie in Ihren Familien nach. Vielleicht kennen Sie den Namen Steffi Wins oder geborene Boothe. Vielleicht erkennen Sie die Handschrift der Töpferin Annemie Ophey. Oder Sie haben selbst eine Verbindung zu den damaligen Klassenkameradinnen.
Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die große Erinnerungen tragen.
schnelle Fakten
So können Sie helfen
- Gesucht werden Hinweise zu den auf dem Teller vermerkten Namen der Klassenkameradinnen
- Ebenso werden Menschen gesucht, die einen persönlichen Bezug zu Steffi Wins haben
- Ziel ist es, den Teller in Kevelaer oder im Umfeld sinnvoll weiterzugeben
- Interessierte können sich direkt per E-Mail an Stefan Wins wenden. Email st.wins@gmx.de
Wer sich angesprochen fühlt oder mehr über die Geschichte dieses besonderen Tellers erfahren möchte, wird gebeten, Kontakt aufzunehmen. Vielleicht findet dieses Stück Kevelaerer Vergangenheit genau dort ein neues Zuhause, wo seine Geschichte weiterlebt.


Theaterchor Niederrhein