Ein Querschnitt aus Klassik und Pop

Für Anna Bemong, Paula Heymann Bratsche , Anna-Sophie Hufeger und Clara Schmachtenberg war es durchaus schon ein besonderer Moment. „Das ist schon ungewohnt, zu wissen, dass das bald nicht mehr so  sein wird „, machte Anna-Sophie stellvertretend für die anderen drei junge Musikerinnnen deutlich, was für ein „komisches Gefühl“ es sei, wohl zum letzten Mal dort in der Konstellation im Marienstift aufzutreten.

Außer Anna (16) machen die anderen drei jungen Frauen (17 und 18) in diesem Jahr ihr Abitur.  Dies bedeutet, dass das seit 2012 bestehende Quartett der „Jungen Streicher Kevelaer“ danach wohl „gesprengt“ wird. „Wir wünschen Euch für die Zukunft alles Gute“, sagte Irmhard Hardt im Namen des Marienstiftes sowie zahlreicher Gäste, die für das Konzert der jungen Damen gekommen war.

Ehe sich die Musikerinnen aber von dem Publikum verabschiedeten, boten sie nochmal ein 50-minütigen Querschnitt aus klassischen Melodien und eingängigen Popmelodien  aus den 70er Jahren, ergänzt durch einige Textvorträge von Hardt und der aktiven Beteiligung der Zuhörer.

Zum Auftakt trug das Quartett Johann Sebastian Bachs „Jesu bleibet meine Freude“ vor, mit der Eleganz der Melodie und dem Zusammenklang der beiden Geigen von Clara Schmachtenberg und Anna Bemong mit der Bratsche von Paula Heymann und dem Coello von Anna-Sophie Hufeger.

Von Haydn folgten dann desen „Presto“ und später auch sein „opus 76“, das sich  grundmelodisch wunderbar von Schmachtenberg als erste Geige formuliert, dann in einen  geschlossenen Fluss mit „Dialogsprache“ der Instrumente steigerte. Als beschwingt-bekannter „Gassenhauer“ spielten sie Anton Dvoraks „Humoreske“, die einige der älteren Zuhörer sogar mitsummten.

Daneben gaben die vier Musikerinnen noch zwei bekanntere Popmelodien zum Besten – „Morning has broken“ von Cat Stevens und der ganz filigran, als Streicherarrangement zu vernehmende Simon & Garfunkel-Hit „Scarborough Fair“.

Ergänzt wurde der musikalische Vortrag von Irmhard Hardt mit einem Gedicht über das Glück und einem Text von Clemens Brentano. Die Zuhörer erhielten zweimal die Gelegenheit, selbst mit aktiv in das Geschehen einzugreifen. Nach einer Einführungsstrophe durften alle die Zeilen von „Nun will der Lenz uns grüßen“ und „Kein schöner Land in dieser Zeit“ zur Musik mitsingen.

„Ihr habt uns einen schönen Sonntag beschert“, dankte Hardt dem Quartett nach der Wiederholung von „Scarborough Fair“ als Zugabe für deren schöne Kunst.