Ende Januar 2026 ein letzter Text fürs Kävels Bläche. Nach Tausenden von Texten, die ich seit 1980 für „Deutschlands kleinste Zeitung“ geschrieben habe. Sie stellt ihren Dienst ein. Was gebe ich ihr mit? Noch ein Porträt? Oder ein Interview? Vielleicht ein Interview mit mir selbst?

Dann säße ich mir gegenüber, mit einem Notizblock und der offenen Frage:
Und? Wie fühlt sich das an – der allerletzte Text fürs Kävels Bläche?

Ich weiß ziemlich genau, was ich nicht fragen würde. Kein „Was war dein spannendster Bericht?“, kein „Was war deine netteste Geschichte?“. Solche Fragen führen zu Anekdoten – und die sind für diesen Moment zu klein.

Ich würde fragen: Was hat unsere Arbeit bewirkt? Was hat dieses Blatt den Menschen bedeutet – und was der Stadt? Und vielleicht: Was bleibt, wenn es nicht mehr erscheint?

Diese Zeitung wurde 1879 gegründet. Ein uraltes Blatt, älter als vieles, was heute Tradition genannt wird. In drei Jahren wäre es „150“ geworden.

Martin Willing (M.) mit Winfried Janssen und Delia Evers 1984 bei der ersten Motorradfahrerwallfahrt, die Willing initiiert hat.Foto: Archiv Delia Evers

Martin Willing (M.) mit Winfried Janssen und Delia Evers 1984 bei der ersten Motorradfahrerwallfahrt, die Willing initiiert hat. Foto: Archiv Delia Evers

Ich erzähle vor allem von den 28 Jahren zwischen 1980 und 2008, in denen Martin Willing und ich diese Zeitung verantwortet u…