Dr. Franz-Norbert Otterbeck – Mein Kevelaer

Rechtsanwalt und Publizist (50) aus Kervenheim/Köln

Was schätzen Sie an Kevelaer?

Seit meiner Kindheit, noch ein Kommunionkind von Dechant Oomen und Kaplan Boymann (heute als Pfarrer emeritus in Winnekendonk tätig), schlägt mein Herz für den Kapellenplatz, speziell die Gnadenkapelle. Die Situation, dass der Beter einzeln vor das Gnadenbild treten darf, im Dialog, zugleich dort vom Bussmann‘schen Hausdach behütet, das ist einzigartig unter den Wallfahrtsorten. Man beachte auch die Pax Christi-Ampel dort, die an die friedensstiftenden Ereignisse von 1948 erinnert.

Für einen Tag Bürgermeister von Kevelaer. Welches Problem würden Sie als erstes in Angriff nehmen?

Als Bürgermeister wäre mir ein zweiter Niersübergang nördlich von Schravelen besonders wichtig. Das ist seit rund 70 Jahren nicht gelungen! Außerdem würde ich das „Dritte Rathaus“ bei vormals „De Klütt“ positionieren; und zwar mit einer Durchfahrt (nur) in Richtung Begegnungsstätte (Altes Gymnasium) im Parterre.

Was sollte ein Besucher auf jeden Fall gesehen bzw. unternommen haben?

Das Museum. Es lohnt sich. Es sollte aber so prominent werden, dass es für jeden zum „Muss-eum“ wird. Der Museumsgründer, Sanitätsrat Dr. Oehmen, ist übrigens ein Opa meiner Cousins. Wobei man neidlos zugeben muss, dass die höheren Besucherzahlen des „Irrland“ bei Twisteden vollauf berechtigt sind.