Während in vielen Kommunen Sport- und Schwimmbäder aufgrund von Sparmaßnahmen verfallen oder geschlossen werden, stehen in Kevelaer eines der schönsten Freibäder und ein modernes Hallenbad. Dahinter steckt vor allem die Arbeit des Bädervereins Kevelaer e.V., der mit Engagement, Tatkraft und einer klaren Vision seit über 25 Jahren für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Schwimmbäder kämpft.

Doch wie entstand der Verein? Was treibt die Ehrenamtlichen an, und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der Stadt? Darüber sprachen wir mit dem Vereinsvorsitzenden Klaus Schürmanns und seinem Stellvertreter Gottfried Mülders.

KB: Herr Schürmanns, der Bäderverein hat in den letzten Jahrzehnten in Kevelaer viel bewirkt. Wie ist der Verein entstanden, und was war der Anstoß dafür?

Klaus Schürmanns (KSch): Ich bin seit der Gründung des Vereins im Jahr 1997 als Vorsitzender aktiv. Doch die Wurzeln reichen noch weiter zurück. Mein Kollege Gottfried Mülders war von Anfang an dabei und kann die Entstehungsgeschichte besser schildern.

Gottfried Mülders (GM): Die Idee entstand Mitte der 1990er-Jahre, als zwei CDU-Politiker, Hans Broeckmann und Dr. Edmund Bercker, die örtlichen Wassersportvereine zu einem Gespräch einluden. Damals stand das alte Freibad vor dem Aus: Ein neues Naturfreibad war im Zuge der Auskiesung auf der Hüls geplant und das bestehende Bad sollte nur noch drei Jahre betrieben werden. Ziel des Treffens war es, die Vereine zu mobilisieren, um das Freibad so lange wie möglich zu erhalten. Dabei waren Vertreter der DLRG, des KSV und anderer Vereine sowie Interessierte aus der Bürgerscha…