Deutsch-französischer Kulturaustausch

Dass in letzter Zeit in den Straßen der Marienstadt immer mal wieder französische Stimmen zu vernehmen waren, war kein Zufall. Denn das Kardinal-von-Galen-Gymnasium konnte nach dem Besuch einer Klasse eines „Collèges“ aus Angers/Pay de la Loire nun eine zweite französische Schülergruppe – diesmal aus Douarnenez in der Bretagne – empfangen.
Die 25 Schüler konnten für einige Tage den Unterricht am Kevelaerer Gymnasium besuchen und mit ihren Kontaktschülern die Stadt erkunden, gingen Waffeln essen und kegeln. Die Gastfamilien hatte sich jeder etwas Eigenes an Aktivität überlegt, so dass gepaddelt, geklettert, Fahrrad gefahren oder gegrillt wurde.
Zusammen fuhr der Schülertross aus deutschen und französischen Schülern zur Zeche Zollverein. Und am letzten Tag ihres Aufenthaltes besichtigten die französischen Gäste dann den Pflanzengroßhandel „GASA Germany“, wo sie ein französischer Mitarbeiter mit Erläuterungen zum europaweiten Verkauf der regional hergestellten Pflanzen überraschte. Im „Kevelaerer Kaffeehaus“ genossen die Lehrerinnen am Nachmittag vor der Rückreise noch ein leckeres Stück Käsekuchen.
Dort erzählte Inhaberin Marie-Therese Konculic über ihre früheren KvGG-Austauschfahrten in die Normandie nach Carentan, wo sie „Aalsuppe essen“ musste, während ein Schüler im Supermarkt noch eifrig „nach dem roten Bier“ suchte, das er bei seinen Gasteltern kennengelernt hatte. Womit er allerdings nicht richtiges Bier, sondern Holunder-Bionade meinte.
Nach einem kurzen Buffet in der Schule hieß es dann von den Schülern Abschied nehmen, die sich in ihrem Bus in Richtung Bretagne begaben. Kevelaer als Stadt löste bei den Lehrern soviel Begeisterung aus, dass sie ernsthaft über eine Städtepartnerschaft laut nachdachten. Und allzu lange wird es nicht dauern, bis sich die Schüler wieder begegnen. Ein Gegenbesuch der 28 deutschen Schüler in Frankreich ist für den 22. bis 28. September vorgesehen.