Der Immobilienmarkt im Kreis Kleve zeigte sich im ersten Halbjahr 2025 sehr belebt. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Kleve hat als unabhängige Landesbehörde kürzlich aktuelle Halbjahreszahlen auf seiner Website (www.gutachterausschuss.kreis-kleve.de) veröffentlicht – mit überraschend positiven Tendenzen.

Die Anzahl der getätigten Käufe im ersten Halbjahr 2025 lag deutlich über dem Vorjahresniveau. Bis Ende Juni wurden dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Kleve insgesamt 1.800 Notarverträge zur Auswertung übermittelt – knapp 30 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stieg das gesamte Transaktionsvolumen um knapp 40 Prozent auf einen Halbjahreswert in Höhe von rund 431 Mio. Euro.

Wohnbauland besonders gefragt

Bis zum Ende des 2. Quartals 2025 wurden im Kreisgebiet bereits 201 unbebaute Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau verkauft, rund 24 Prozent mehr Bauplätze als im gesamten Jahr 2024.

„Die Zahlen belegen unverkennbar, dass trotz deutlich gestiegener Grundstückspreise eine enorm hohe Nachfrage nach Wohnbauland im Kreis Kleve besteht. Möchte man diesen hohen Bedarf auch in Zukunft decken, sind kreisweit weitere Ausweisungen von Wohnbaulandflächen notwendig“, erläutert Dirk Brammen, Vorsitzender des Gutachterausschusses.

Zunahme bei Verkäufen von Bestandswohnungen

Auch der Verkauf von Wohnungen zog spürbar an. Die Zahl der Weiterverkäufe stieg im Vorjahresvergleich um 37 Prozent – von 145 auf 198 Einheiten. Im Bereich der neu errichteten Eigentumswohnungen bewegte sich die Anzahl der Kauffälle seit Jahresbeginn weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau (25 Kauffälle, Vorjahr: 19 Kauffälle).

Im Teilmarkt „Ein- und Zweifamilienhäuser“ wurden im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 670 Kaufverträge registriert – rund 5 Prozent mehr Immobilienverkäufe als im Vorjahreszeitraum.

Stagnation bzw. leichte Erholung des Preisniveaus

Nach vorläufigen Auswertungen stagnierte das Preisniveau gebrauchter Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahr. Gebrauchte Ein- /Zweifamilienhäuser verteuerten sich seit Jahresbeginn im Durchschnitt um rund 2 Prozent.